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Color me surprised: Ausgerechnet die sarkastische, notorisch übel gelaunte Schnüfflerin Jessica Jones, wie sie mit Schmollmund und verranzter Lederjacke durch New York stiefelt, ragt für mich vom Unterhaltungswert her aus dem ebenso schnell expandierenden wie wieder in sich zusammenstürzenden Netflix-Helden-Universum heraus. Das liegt vor allem an den unkompliziert erzählten Staffeln, die auf zig rivalisierende Gangsterparteien, immer wirrer werdenden, kurzlebigen Allianzen und frustrierenden Rückschlägen für die Titelfigur nahezu komplett verzichtet. Wenn Netflix überhaupt eine Sache mit den Übermenschen richtig gemacht hat, dann war es das Crossover mit Gastauftritten aus anderen Serien: Wie Jessica ungehemmt mit Luke Cage rumvögelt und ihm dabei etwas Schreckliches verheimlicht, das hat was. Auch der herzlose, smarte "Hypnotiseur" als Nemesis konnte mich voll überzeugen.

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