Selten genug, dass man mal auf einen Krimi trifft, der zum einen Kino-Qualitäten hat und zum anderen dennoch als Fernsehfilm funktioniert. Ebenfalls noch viel seltener ist es, dass ein solcher Krimi dann sowohl
spannend, als auch intelligent ist – zu oft bedeutet „intelligent“ für die Macher, dass man hier mit hochintellektuellen Inhalten punkten will, ne Menge Psycho-Kram reinbringt und das Ganze überhaupt dann so überzogen klug ist, dass die Spannung darüber nicht nur verloren, sondern im Gähnen untergeht.
Ist hier mal gar nicht der Fall.
Die Mordkommission Berlin 1 überzeugt mit einem sehr soliden Fall, der auf wirklich intelligente Art gelöst wird und der Verstrickungen aufzeigt, die komplex, aber nicht krampfhaft verwirrend sind.
Die Psyche der Protagonisten wird der Zeit in der der Film spielt und den Schicksalen, die sie schon hinter sich haben entsprechend authentisch dargestellt, auch hier, ohne überzogen auf der einen oder oberflächlich auf der anderen Seite rüber zu kommen.
Sowohl der Fall, als auch die Charaktere sind nachvollziehbar,
großartiges Schauspiel und tolle Requisite samt Kostümausstattung runden
das Bild ab, so dass ein guter Unterhaltungskrimi auf hohem Niveau
entstanden ist.