Aufgrund der schlechten Bewertungen in der OFDb waren meine Erwartungen an "Demonlover.com" ehrlich gesagt nicht sehr hoch, doch nach dem Genuss des Films muss ich sagen das ich von diesem relativ unbekanntem Werk von Olivier Assayas positiv überrascht bin.
Die Story weist ein paar Paralellen zu "American Psycho 2" auf, nur das diesmal keine verrückte Studentin all ihre Konkurentinnen ausschalten und gegeneinander ausspielen will, sondern eine junge Frau die für einen Pornoanbieter arbeitet.
Diane de Monx ist jung, hübsch und ehrgeizig, gleichzeitig aber auch leicht arrogant und zudem reagiert sie leicht über, was sie wenig sympatisch macht. Deshalb verläuft ihre Karriere nicht so wie sie es sich erhofft hat. Aus diesem Grund muss ihre Kollegin Karen dran glauben. Diane bringt sie aber nicht um, sondern mixt ihr etwas ins Getränk. Als Karen wenig später ohnmächtig wird zerren 2 Männer sie in einen Fahrstuhl und vergewaltgien sie. Diane bekommt Karens Posten und hat zunächst erreicht was sie wollte. Allerdings ist ihr Glück nicht von langer Dauer....
Im Gegensatz zu Morgan J. Freeman setzt der Franzose Olivier Assayas weniger auf schwarzen Humor und viele Tote sondern mehr auf Spannung und die ist bei "Demonlover.com" auf jeden Fall vorhanden, wenn auch nicht übermäßig. Der Film nimmt immer wieder Verwirrspiel ähnliche Züge an und der Zuschauer darf sich auf einige überraschende Wendungen freuen. Abgerundet wird das Ganze von immer wiederkehrenden kurzen Hardcore Szenen, zum Beispiel aus einem Hentai, die aber leider allesamt zensiert sind. Ob diese Szenen in den Film passen oder nicht ist sicher Ansichtssache, für Abwechslung sorgt es aber auf jeden Fall.
Fazit: "Demonlover.com" ist solide inszeniert, trotz der Überlänge spannend bis zum Schluss und gut gespielt. Was will man mehr?