Francesca [ Trisha Noble ] legt zusammen mit ihrem tumben Liebhaber Joe [ Shaun Curry ] einen Casinobesitzer um. Dessen Partner Malo [ William Dexter ] hat überhaupt nichts dagegen, aber will sich sein Wissen und Schweigen – er hat beobachtet – bezahlen lassen. Prompt ist er als nächstes tot, allerdings innerhalb seiner von innen abgeschlossenen Wohnung. Kommissar Costello [ Mark Singleton ] verdächtigt den letzten Anwesenden Dennis [ Mark Burns ], der sich selber auf die Suche nach dem wahren Täter macht. Ausserdem arbeitet er insgeheim für die CIA...
Die These, dass die Briten die besten Krimis drehen, wurde entweder erst später entwickelt oder der Film erweist sich als extrem (un)rühmliche Ausnahme.
Hierbei wird nämlich nur mühsam überhaupt Interesse an dem eigentlich nicht unspannenden Fall [ Mord im verschlossenen Raum; keine Tatwaffe gefunden ] entwickelt und sich dann aber gar nicht mehr darum gekümmert. Am Ende erfolgt sicherlich eine Auflösung – sobald man per Zufall auf die Mordwaffe kommt -, aber irgendeine wesentliche Bewandtnis hat das dann nicht mehr. Zumal die Zahl der motivierten Verdächtigen ja nun arg begrenzt ist.
Zwischendurch wird stattdessen ziemlich lustlos ein Drogenring zerschlagen; zumindest 1 Mitglied davon auch festgenommen. Der wenige beteiligte Rest ist entweder schon tot oder sitzt immer noch in seiner Villa; da wird sich nicht darum gekümmert, was mit den Hintermännern passiert.
Sowieso bleibt der Film arg an der Oberfläche. Dennis Auftraggeber wird nur durch den Filmtitel deklariert. Selbst bei Gesprächen unter den mitwissenden Gaunern wird sehr zögerlich preisgegeben, was man überhaupt tut – sie schmuggeln - und dann werden die Dinge auch die ganze Zeit umschrieben und erst zum Schluss mal beim Namen genannt – Heroin. Fehlt nur noch, dass die Figuren selber Spoilerwarnungen setzen. Der gesamte Personenkreis ist an einer Hand abzuzählen und selbst dann fallen noch mindestens zwei Leute wegen passiven Nichtstuns heraus:
Dennis‘ Assistentin Priscilla bringt eine Liste mit gefährlichen Personen vorbei und fällt dann nur auf, dass sie aus dem Nichts Eifersuchtsanfälle auf Francesca hat und sich ebenso rasch in Dennis verguckt. [ AT: Love is a Woman ]
Der Kommissar hat von nichts eine Ahnung, je ein Auftritt am Anfang und Ende und schickt zwischendurch einen Beschatter auf Dennis an; was sich gleich zur übelsten Observation aller Zeiten ausweitet. Zum einen war der Verfolger dem Beobachtungsobjekt bekannt, da beim Verhör im gleichen Zimmer anwesend. Eine Sonnenbrille als Tarnung reicht also nicht; zumal hinzukommt, dass die Strassen ständig menschenleer sind [ Statisten zu teuer ] und man nur mit einigen Metern Abstand folgt. Bei einer heimlichen Beschattung wohlgemerkt. Da hilft auch beim Ertapptwerden umdrehen und in die Luft pfeifen wenig; der Beobachter selber bleibt auch immer der gleiche und wird nie ausgewechselt.
Derlei Logik wird dann auch beim Rest geboten; sowas kann man vielleicht voraussetzen, wenn das Gezeigte von einer anderen Warte aus überzeugt. Aber nicht, wenn ansonsten nur paar belanglose Dialoge als Schwerpunkt ins Rennen geworfen werden ebenso wie ausschweifende Landschafts – bzw Tauchaufnahmen.
Jeder spricht also mal mit dem anderen und gibt das Gesagte dann dem nächsten weiter; Rest der Laufzeit wird quälend gestreckt. Bei der geringen Ausbreitung ein Unding; selbst zu Zeiten der verspielten Swinging Sixties.
Das Drehbuch – wenn man es denn so nennen will – würde vielleicht für einen deftigen Sex and Crime ausreichen, aber dann muss man auch die Courage haben, entsprechende Bilder zu liefern. Regisseur Goode traut sich nicht oder bekommt von vornherein von der damaligen Zensur eins auf die Mütze; es wird zwar oft angedeutet, aber einige Bikinishots reissen heute keinen mehr vom Hocker. Einmal ist eine blanke Frauenbrust zu besichtigen, dafür rennt der dicke Joe die ganze Zeit bauchfrei rum. Danke. [ AT: Sex is a Woman ]
Gewalt bleibt auch aussen vor, die Morde sind entweder im Off oder zeigen eh nichts Grafisches. [ OT: Death is a Woman ]
Wirklich mehr dazu schreiben lohnt dann auch nicht.
Rain Jao an ofdb: Dieser Film ist sch...lecht.