"I had a great time. I love being in Detroit. I really love Zack [Snyder, the director] and Chris Terrio, who was the writer, I love. I guess my regret about that movie is that when I went to show it to my son at the time…he was totally too scared to watch it.”
“So I lost out on that thing of being Batman to my son,He’s like, ‘You are Batman, right? At one point, a long time ago.’ I’m like, ‘Don’t worry about it.'”
~ Ben Affleck
"My first memory of getting back into it was delving back into the comics and finding bits of personality. Obviously, I had to wait for the script to come back so I knew what I was allowed to implement, and then it was just about trying to get as much of Superman’s character into the script as possible — as far as how I saw it — and of course everyone has their different viewpoints on the character. My lasting memory, was going back to the comic books and really exploring the psychology of the man with the hope that I could apply it to the script."
"I mean, it’s going to be impossible to please everyone anyway, but I think there is huge potential to provide Superman with the weakness that people crave in the future and expand upon story stuff without offending the lore of Superman. It’s a fine line to tread because we’re in a different age now, but I think we can tell a fascinating, interesting story where Superman has his weaknesses and is also doing the thing which we expect Superman to do. He’s being the ideal. It shouldn’t be easy to tell the story of Superman."
~ Henry Cavill
Vorbereitung, Nachbereitung, Zwischenstück, Ouvertüre, (für manche auch) Höhepunkt, immer noch kein Einzelfilm mit Affleck als Batman, es wird auch keinen mehr geben, die Ära ist vorbei, immer nur Gastrollen, Auftritte als Anführer eines Ensembles oder als Gegner im Kampf der Gladiatoren, nie allein im Porträt, selten im Charakter, auch wenn man und er sich bemüht, der Gestalt Konturen zu verleihen, kräftige Muskeln, Schmerz in der Seele, ein trauriger, ein fast leerer Blick. Eine Verkleidung von und für Affleck, die Realität in seinem ganzen Ausmaß hat man in einem Interview gesehen, später in der Yellow Press und noch später in den Filmzeitschriften, den digitalen Ausgaben natürlich von gelesen, ein Mann in der Krise, ein Mann in der Verzweiflung, noch nicht auf dem Weg der Besserung. "Es gab mal eine andere Zeit. Eine Zeit davor.":
Anderthalb Jahre nach seinem verheerenden Kampf mit General Zod [ Michael Shannon ] in Metropolis, ist Superman zu einer umstrittenen Figur geworden. Der Milliardär Bruce Wayne [ Ben Affleck ], der seit zwanzig Jahren als maskierter Batman mithilfe seines Assistenten Alfred Pennyworth [ Jeremy Irons ] in Gotham City agiert und den Kampf und den Schäden an Gebäuden und Menschen wie Wallace Keefe [ Scoot McNairy ] persönlich miterlebt hat, sieht in Superman eine existenzielle Bedrohung für die Menschheit; was auch dessen Geliebte Lois Lane [ Amy Adams ] nicht kaltlässt. Während seiner Nachforschungen erfährt Wayne auch von Diana Prince [ Gal Gadot ], und dass der russische Waffenhändler Anatoli Knyazev [ Callan Mulvey ] Kontakt zum LexCorp- Mogul Lex Luthor [ Jesse Eisenberg ] aufgenommen hat, der wiederum die Senatorin June Finch [ Holly Hunter] beeinflussen will.
"Alles war perfekt. Vollkommen, wie Diamanten. Wie sich Dinge ändern, auf dieser Welt. Und was sich ändert, ändert sich für immer."
Der Mord an den Eltern, Excalibur am Mittwochstart im Kino, dazu ein Aushang für Zorro, Historisches und Neues wird hier bespielt, gespielt, vorgetragen und wiederholt, einer Waffe direkt in die Mündung geblickt, zu Boden gesunken. Der Rest ist Schicksal und Bestimmung und Zufall zugleich, der Kreislauf des Lebens von der Geburt bis zum Tode, manchmal noch weiter, manchmal zurück. Aus einer Tragödie eine Pein, ein Leid, und ein Heil gleichzeitig gemacht, einer Rettung von sich selber, vor sich selber und oft eine Rettung anderer, manchmal ein Traum, manchmal eine wunderschöne Lüge, ein Querverweis und Nachfolger zu Man of Steel (2013) auch, mit einer Katastrophe begonnen, die Explosionen riesig, im Nebenher abgehandelt, Wayne hier als Mensch im Chaos, trotzdem mitten rein in die Gefahr, statt von ihr weg. In den wenigen ersten Minuten sieht man mehr von Metropolis als dort im ganzen Film zusammen, mehr Örtlichkeiten, mehr Personen, eine richtige Zivilisation (mit in der Extended auch mehr Menschlichkeit), alles ist dort im Spektakel zusammenfallender, auseinander gefräster Wolkenkratzer untergegangen. Die Bilder zu 9/11 ähnlich, ein Trümmerfeld aus Metall und Gestein und Asche und Menschen, aus Tod und Sterben, ein Feind auserkoren, 18 Monate später. Die Visualität schwankt zwischen wunderschön und grausig, zwischen real und künstlich, zwischen Wert auf die Darsteller gelegt oder Wert auf die Effekte, sie wechseln anfangs zahlreich, verschiedene Orte, verschiedene Entdeckungen, eine Frage führt zur anderen, eine Szene führt zur anderen, hier mehr Weltverbundenheit, mehr Zweck, mehr Wechsel der Genres. "Unwissenheit ist nicht dasselbe wie Unschuld.", ein Kampfeinsatz zwischen CIA und Tuareg in der Wüste, in einer Terrorhochburg, ein Ausschalten von Gegnern, die Fiktion trifft auf die Realität, eine Brutalität in der Comicwelt, eine Senatsanhörung, einen Schuldigen ausgemacht, einen Sündenbock, Man of Steel eher eine Fingerübung, ein Vorgeplänkel für das hier, ein Dank mit Konsequenzen, eine Abwehr von Möglichkeiten, ein Paar in der Liebe, ein Paar im Zweistreit, die Menschheit in Grenzen.
"Sag mir, kannst du bluten? Du wirst es."
Snyder arbeitet hier auf Hochtouren, er besinnt sich wieder etwas auf seine Anfänge, auf richtiges Filmemachen, auf Wechsel der Genres, zwischendurch ein dunkler Polizeifilm für wenige Minuten, ein Horrorwerk, ein Gruselstück. Schutzlos sind die Menschen hier oft, die Waffen im Anschlag, einem Polizisten wird von seinem Partner aus Versehen fast das Gesicht weggeschossen. Ein Schauspiel zwischen Affleck und Irons, vorher eine Folter mit (tödlichem) Brandmal, eine große Geschichte installiert, mit Heimatschutz und planetarischen Schutz, die Metawesen-These, die Basis von Mythen, die narrative Silberkugel, Frieden schaffen mit Leid und noch mehr Leid, mit Waffen. Beschmutzung von Denkmälern, von Orten (Und Figuren), die auch in Justice League (2017) gezeigt werden, dort aber absolut artifiziell, wie rein vor der Greenscreen und nicht einmal im Ansatz bemüht um Handwerk und Technik wirken. Eine "Ein-Mann-Terrorherrschaft", Gotham City und Metroplis eng beieinander, keine direkte Linie dazwischen gezeigt, Center City ganz ausgelassen. Darstellerisch wirkt Eisenberg recht anstrengend, überzogen wie sicherlich auch Hackman zuvor, aber dort war es mit Sinn, mit Komik, in einem anderen Rahmen, aufgefangen durch die Mit- und Gegenspieler, durch die Umwelt; er schafft aber eine eigene Persönlichkeit, ein mithalten mit den Älteren, den Kräftigen, den Größeren, er spielt sie gegeneinander aus, er hat lange die Vormachtstellung, das wird so (inspiriert nach "The Death of Superman.") aufgebaut und erzählt. Um Verschwörungen und Theorien darüber geht es hier, um Waffenimporte, um Deckung und Tarnung und Täuschung, um Heiligenscheine und Rufmord.
Ein 'Clown' ist da fehl am Platze, hoffentlich hat sich Hoult nichts davon abgeschaut, sein eigenes Spiel gestaltet, die Fußstapfen sind mit die schwersten; abgesehen vom 'Fledermausordnunghüter' von Gotham, zwei Privatmenschen duellieren sich hier, ein erster Kontakt, eine erste Anspannung erste Beleidigungen, erste Ablenkungen und Andeutungen, eine erste Götterzeichnung, "ein Messias" gesucht und gefunden, ein Sektenkult, ein Individuum und Staatsangelegenheiten, ein Versuch des Richtigen, eine erweiterte philosophische, ethische, moralische, rechtliche, eine theoretische und eine praktische Diskussion. Einige Nebenfiguren werden hier deutlicher gezeigt, McNairy, Hunter, Mulvey, Fishburne, der Gordische Knoten, auch die Gadot natürlich, die Königin im Schachspiel, ein Albtraum eingeflochten, Heavy Metal Action, erneut ein staubiges Wüstengeschehen, Gewehrmaschinenfeuer, die Leute erschossen oder mit dem Schießprügel niedergeknüppelt, der Auftritt von Miller als The Flash ist kaum am Erkennen – der von Costner schon mehr –, nicht beim zweiten, vielleicht beim dritten Hinsehen.
Ein Kampf wird initiiert, zwei Marionetten im Theater gesteuert, wie Puppen an einem Strang, ein in das Gefecht ziehen der beiden Antipoden, "Was kommt danach?", "Aber ER ist doch gar nicht unser Feind!", ein kompliziertes Vexierspiel, ein ausgedehnter Konflikt, eine pompöse Autoverfolgungsjagd, schlitternde LKW, detonierende Tanklaster, schwerelos durch die Luft wirbelnde und in Container krachende Chassis, "Betrachte das hier als Gnade." Schwachpunkte gibt es auch, natürlich, ein Überzeichnen, wenn auch öfters mit Sinn und Verstand, mit dem Wissen um Effekt und Wirkung, "Ich hab's nicht gesehen, weil ich nicht hingesehen hab.", die Realität infrage gestellt, die Omarisierung von Diane Lane, die auch der Schwachpunkt all der anderen Filme ist; darüber hinaus funktioniert die Geschichte in seinem Aufbau, dem Spiel mit Gewissen und Skrupel sowie deren Gegenteile, "Sie wissen, Sie können nicht gewinnen. Es ist Selbstmord." Die Zukunft der Welt, und ein Vermächtnis stehen infrage, zweimal Vater bzw. Vaterfiguren nachgegangen, ein ungleicher Weg, ein ungleicher Kampf, einer mithilfe von Gimmicks und Tricks, der Andere nur mit seiner eigenen Kraft; ein Projekt mit Großmut und Großmacht, "Genießen Sie die Aussicht.", der Film riecht, er stinkt nach Geld ("Warner Bros. spent a superhero-sized $28 million on national TV trailer spots in the U.S. for Batman v Superman: Dawn of Justice prior to the film’s release, more than was shelled out for fellow tentpoles Star Wars: The Force Awakens and Avengers: Age of Ultron, according to iSpot.tv estimates. The might of the marketing push for Batman v Superman underscores how Warner Bros. left nothing to chance in promoting Zack Snyder’s movie, which launches DC Entertainment’s cinematic universe in the battle to rival Marvel. The value of the national TV spend is estimated to be closer to $35 million, but discounted rates negotiated by the studio brought the actual buy down, according to insiders."), er ist hochgerüstet, hochgezüchtet, eine teure Arbeit, eine letztlich ermüdende Mammutproduktion, man sieht es auf der Leinwand. Aus dem Vorgänger hat man jedenfalls gelernt, mehr bodenständig, martialisch auch, aber (im Ausschalten der Geiselnehmer speziell) auf die richtige Art und Weise, metaphorisch und offensiv zugleich, Schwarz und Blau, die Nacht der Schlacht, Gott gegen Mensch, Tag gegen Nacht. "Auf dieser Welt kann niemand nur gut sein."