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Angenehm düster und inhaltlich anspruchsvoll. Leider ist die Story viel zu lang, die Motivation der Figuren bleibt nicht nachvollziehbar. So hetzt man dann von einem Höhepunkt zum nächsten. Alles wirkt viel zu sprunghaft, die Figuren sind seltsam steril. Am Ende dann das genreübliche Mega-Action-Gewitter, das aber auch nicht wirklich vom Hocker reisst. Inszenatorisch bleibt Snyder hinter seiner Klasse zurück. Vielleicht hätte man besser zwei Filme machen sollen anstatt eines völlig konfus zusammengeschnittenen, bei dem so manches auf der Strecke bleibt. Andererseits ist der ungewöhnlich düstere Stil eine willkommene Abwechslung zur bunten Marvel-Welt.
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Auf anfängliche Begeisterung der Massen folgte rasch Ernüchterung und auch an den Kassen knickte BvS bald ein. Dabei ist das Spektakel nicht übel, nur zu lang und unnötig kompliziert. Visuell ist es ansprechend, aber das war bei einem Zack Snyder auch nicht anders zu erwarten. Ich habe auch kein Problem mit Ben Affleck, selbst wenn er als Bruce Wayne farblos bleibt. Störender empfand ich da schon den viel zu jungen, zu exzentrischen und geschwätzigen Lex Luthor - mit Haaren. Der eigentliche Kampf ist geil, wenn auch entsetzlich kurz. Außerdem musste tief in die Trickkiste gegriffen werden, damit "Bat Iron Man" gegen den gottgleichen Superman halbwegs bestehen kann. Ist schon ein bisschen ein Etikettenschwindel, zumal Eingriffe durch Wonder Woman und den austauschbaren CGI-Koloss Doomsday den Sinn ad absurdum führen. Aber viele kleine brillante Momente sind vorhanden.