Auf dem Weg nach Denver, wo sie ihren Freund heiraten möchte, hat die hübsche Mallory (Julianne Hough) eine Panne. Da ihr Handy in der Einöde keinen Empfang hat ist sie dankbar, daß ein hilfsbereiter Tramper (Teddy Sears) ihren Wagen wieder flott bekommt. Sie nimmt ihn dafür ein Stück mit, allerdings stellt sich bald heraus, daß dieser Christian nur nach außen hin freundlich wirkt, in Wirklichkeit aber ein Psychopath ist, der sie mit einem Messer bedroht und zu einem abgelegenen Anwesen dirigieren will. Die ebenso erschrockene wie toughe Mallory weiß sich nicht anders zu helfen als ihren Wagen absichtlich aus einer Kurve zu schleudern, sodaß die Fahrt irgendwo im Straßengraben endet. Auf dem Dach liegend, ist Mallory kopfüber mit einem Bein am Sitz eingeklemmt und kann das Wrack nicht verlassen, was den geistesgestörten Anhalter dazu bringt, sie zunächst dort allein zurückzulassen. In ihrer misslichen Lage muß Mallory nun die erste Nacht überstehen und irgendwie auf Hilfe hoffen...
Ohne große Umschweife kommt die Low-Budget-Produktion Curve schnell auf den Punkt: Eine junge Frau ist in einem Autowrack gefangen und muß ohne Essen und Trinken überleben. Daß ihr Bräutigam sie betrogen hat (wie sie zwischenzeitlich beim Durchsuchen des Handschuhfachs bemerkt) stärkt nur ihren Überlebensinstinkt - als sie nachts Besuch von einigen Ratten bekommt, bleibt ihr nichts anderes übrig, als einen der pelzigen Besucher (den sie mit dem Autoschlüssel "erstochen" hat), zu verkosten. Und dann ist da noch der psychopathische Christian, der sie jeden Tag besucht und sie mit zynischen Kommentaren zutextet: Man weiß zu keiner Zeit, was dieser Typ, der irgendwo in der Nähe Unterschlupf gefunden hat, mit ihr noch vorhat. Vorerst traut er sich nicht an sie heran, da Mallory um sich schlägt und ein Taschenmesser hat. Aber da sie mit dem Bein festhängt, reicht er ihr vorsichtig eine Säge, damit sie sich selbiges absägen kann...
Während man im Mittelteil mit der Hauptdarstellerin durchaus mitfiebern kann, entwickelt sich der Streifen zum Schluß hin, als es Mallory dann doch gelingt, aus dem Wrack zu entkommen, in Richtung Torture Porn. Leider erfährt man viel zu wenig über die Beweggründe des psychopathischen Anhalters, und auch Mallorys weiteres Verhalten wird streckenweise unlogisch. Auch wartet der geneigte Zuschauer vergeblich auf einen Plot Twist, der aber leider nicht kommt und so endet Curve dann einigermaßen vorhersehbar. Das ist ein wenig schade, denn die im Mittelteil breit ausgewalzte Perspektive, kopfüber in einem Auto festzustecken und die wenigen Möglichkeiten, die man dann noch hat, sämtlichst auszuprobieren, laden einen durchaus dazu ein, sich selbst in diese Lage zu versetzen. Dann aber driftet der Film in eine ganz andere Richtung ab, und vorbei ist es mit den Survival-Strategien. Kleinere Logiklöcher wie ein angesägtes Bein, das ganz wundersam wieder verheilt oder daß man eine Waffe, so man dieser habhaft wird, nicht einfach abfeuert, mag man verschmerzen.
Weitgehend ganz passabel kann dieser Thriller auf gutem Indie-Niveau jedoch am Ende nicht wirklich überzeugen. 5 Punkte.