Handlung:
1979 in den Kunlun Bergen in China: Der junge Soldat Hu Bayi hilft bei Ausgrabungen sehr alter Fossilien. Dabei stoßen er und das Team auf etwas Unerwartetes. Nach einer Explosion und Angriffen von fledermausartigen Wesen, leben nur noch wenige Mitglieder des Teams. Diese dringen weiter vor, bis sie auf ein seltsames Portal. Doch auch das endet in einer Katastrophe.
Einige Zeit später arbeitet Hu Bayi in einem seltsamen Tempel und wird dort erneut mit den seltsamen Geschehnissen von damals konfrontiert.
Meinung:
Für viele Leute wird Chroniken des Geistertempels an einigen typischen Problemen chinesischer Blockbuster scheitern. Manche werden die Darsteller kritisieren, andere die, an westlichen Standards gemessen, recht schwachen, da sehr künstlich anmutenden, CGI Effekte und natürlich kann man auch einige musikalische Einlagen und den zeitweise durchscheinenden Patriotismus bemängeln.
Was mich tatsächlich am meisten gestört hat, ist aber was anderes: Die Handlung. Am Anfang, als es um die Ausgrabung geht, hatte mich der Film durchaus gepackt. Es gibt etwas Creature Feature, Abenteuer und Fantasy und an sich war das alles recht spannend und nett gemacht.
Dann aber kommt ein Break und Hu Bayi arbeitet im Tempel. Dann geht es um übernatürliche Fähigkeiten, die Rettung von Ping, in die sich unser Protagonist am Anfang verliebt hat, und Zurückschlagen von Alien-Kollaborateuren, um die Welt zu retten. Das ist zwar kein Totalreinfall, dafür ist das Ganze insgesamt kurzweilig genug. Aber es wirkt irgendwie unrund und als ob man hier Stoff für zwei Fantasyfilme verpulvert hat, ohne einem der beiden, gerade dem stärkeren Beginn, gerecht zu werden.
Kurzum:
Unausgegorenes Fantasyspektakel, das mittendrin einen holprigen Umschwung in der Ausrichtung und Story, leider nicht zum Besseren, hat.