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Wie können die nur einen Film mit dem Titel CREED machen, ohne Carl Weathers zu verpflichten - und sei es nur für ein paar neue kleine Flashbacks? Der Junior kann dem Papa jedenfalls nicht das Wasser reichen, besonders nicht in puncto Charisma. Und da es sich um einen unehelichen Sohn handelt (warum nimmt ihn Creeds Witwe überhaupt auf?!), wird der Nimbus Apollo Creed noch ein Stück weiter in den Dreck gezogen. Den inzwischen krebskranken Rocky hat es nicht viel besser erwischt; Er ist einmal zu oft mit Hut auf dem Kopf und langsam, melancholisch lallend durch Philadelphias Straßen gelatscht, außerdem ist er als Trainer langweilig. Da die Figur des Paulie nun unter der Erde liegt, geht dem Film zusätzlich viel Unterhaltungswert und Ironie durch die Lappen. Zumindest sind die Kämpfe im Ring realistischer als je zuvor. Trotzdem: ein unnötiges Spin-Off, das zu viel vom 76er Original ausborgt.