Review

Staffel 1

'Here I go again!' Hell yeah, der einzig wahre Wahnsinns-Ash ist back on tour!

Bruce 'El Jefe' Campbell!

Der Mann, der auch mit fast 60 Jahren noch alle besessenen Häuser in Grund und Boden grinst. Nach Leatherface wohl der filigranste Kettensägenschwinger wo gibt. Sonstige Fähigkeiten: In Dauerschleife politisch völlig unkorrekte Kalauer reißen, genialste, urkomische Mimiken aufsetzen und Dämonen in die beinahe ewigen Jagdgründe häckseln. Und selbst gute 24 Jahre nach dem letzten Tanz der Teufel Teil, Armee der Finsternis, scheint es so als wäre Ash niemals wirklich weg gewesen. Selten einen Schauspieler gesehen, der so in seiner Rolle aufgeht und mit soviel Spaß in den feixenden Backen performt. Ich bin sicher er ist auch nach Drehschluss noch mit seiner Kettensäge und einem Liter Kunstblutrotze im Gesicht durch die Gegend gehüpft und hat sich kaputtgemimt. Nicht wirklich sicher bin ich ob hier Bruce Ash oder Ash Bruce spielt. Er ist es auch, der die Serie, den Mund randvoll mit erlesenen Zoten und Flachgags, fast im Alleingang trägt.

Dies soll aber den Restcast keineswegs abwerten. Denn auch Ray Santiago als Pedro ... ähhh Pablo, und Dana DeLorenzo als Kelly wissen, wie man Bruce gekonnt unterstützt und blühen in ihren Helferlein-Rollen mehr und mehr auf. Dazu erhalten sie noch musikalische Unterstützung von z.B. The Stooges, Alice Cooper, Emerson, Lake & Palmer, AC/DC und dem genialen Stück von PJ Harvey, Down by the water.

Natürlich waren auch Maestro Sam Raimi (u.a. Regisseur der 3 Tanz der Teufel Filme und Drehbuchschreiber von Teil 1 und 3), nebst Bruder Ivan, wieder mit von der Partie, u.a. als Drehbuchschreiber und Regisseur der ersten beiden Folgen. Erwähnen kann man hier als weiteren Regisseur noch Michael J. Bassett, der nicht nur das Drehbuch zu Bugs schrieb, sondern obendrein Regie führte bei Wilderness, Deathwatch und der Action-Serie Strike Back.

Knackig-kurze, knapp 30 minütige Folgen, machen die erste Staffel zu einem ultra kurzweiligen Vergnügen der Extraklasse. CGI, maskenhaftes Echtgekröse und Literweise Ekel- und Blutsuppe halten sich im großen Ganzen zufriedenstellend die Waage, es wird gesplattert bis der Arzt kommt, die ganze Chose steigert sich nach und nach und entläd sich, nochmal richtig auf die Kacke hauend, in der letzten Folge. Dort wo alles begann, in der schnuckeligen Tanz der Teufel-Waldhütte zur lustigen Hand.

Bis auf einige kleine Schönheitsfehler (Anschlussfehler, einigen krepierenden Gags und einer etwas durchwachsenen Drogenfolge) eine absolut runde Sache. Ich hatte fast durchgehend Mordsspaß, hab teilweise gelacht wie besessen und genau so soll das sein. Bereits vor der Premiere der ersten Folge wurde eine 2. Staffel bestellt und man darf sich schon jetzt freuen auf weitere, interessante Nebenrollen wie z.B. Lee Majors als Ashs Vater und einen weiteren aus dem Raimi-Clan: Ted. ...

Also schon mal einen bluttriefenden Dartpfeil auf den Kalender geworfen: 4.10.2016 ! (Deutschlandstart Staffel 2)

Fazit: Eine erste Staffel die runtergeht wie lecker Kettensägenöl.

Staffel 1: 9 von 10 grinsenden Necronomicons

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