Obwohl über 20 Jahre zwischen Armee der Finsternis und dieser Serie liegen, fühlt sich die Serie wie eine direkte Fortsetzung der Reihe. Der Humor ist derselbe infantile Scheiss (im positiven Sinne), der Splatterfaktor wurde an die heutigen Sehgewohnheiten, welche durchaus abgestumpfter sind als damals (was man auch daran sieht, dass der einstmals indizierte Originalfilm mittlerweile ungeschnitten ab 16 Jahren ist), angepasst, und Ash bekommt zwei Sidekicks, die mit ihm und für ihn quasi durch die Hölle gehen.
Außerdem bekommen wir mit Lucy Lawless erstmals einen durchgehenden Gegner spendiert.
Grundsätzlich handelt es sich bei Ash vs Evil Dead um eine Fortsetzung, die in 3 klamaukig-überspitzten Staffelnjegliche Möglichkeiten auslotet, die das Franchise mit Bruce Campbell in der Titelrolle gehen könnte, und obwohl es auf den ersten Blick ein recht simples Spaltterfest sein könnte, findet die Reihe immer wieder Möglichkeiten sich selbst neu zu definieren und sich trotzdem immer treu zu bleiben.Und man muss es einfach sagen, Bruce Campbell ist einfach die coolste Socke, die es gibt.
Leider gibt es zum Ende der zweiten Staffel hinter der Kamera derartige Querelen zwischen Produzent und Showrunner, der Showrunner wird in der dritten Staffel ausgewechselt und irgendwas geht dann in der dritten Staffel auch gründlich in die Hose, so dass die Serie ohne großes Tamtam plötzlich mit der Staffel endet und Bruce Campbell sich endgültig von der Rolle verabschiedet.Was genau passiert ist, weiss keiner genau, die niedrigen Einschaltquoten können zwar für die Einstellung der Serie als Erklärung herhalten, aber Campbells endgültiger Abschied legt auch andere Deutungen zumindest nahe...
Zum Ende selbst: Natürlich bleibt die Hintertür für weitere Abenteuer unseres liebgewonnen Hallodries Ash Williams offen, und das ach so offene Ende passt natürlich auch perfekt in die Dramaturgie der Urfilmtrilogie rein, so dass es als runder und gelungener Abschied angesehen werden kann.Von all den Serien, die Mitte des 2. Jahrzehnts des 21 Jahrhunderts über die Mattscheibe flimmerten, war Ash vs Evil Dead die spassigste, brutalste, übelste Serie.
Sie war nie hochqualitativ inhaltlich, wollte es aber auch nie sein, es war von vornherein ein Splatterfest für die Fans und mit Ausnahme der letzten Folge der zweiten Staffel hat die Serie immer komplett geliefert.In Ihrem Rahmen hat die Serie das erwartbare Optimum locker übertroffen und sowohl die Originaltrilogie gefeiert und gewürdigt als auch gebührend fortgeführt. Und sie hat zu ihren eigenen Konditionen ein Ende gefunden, welches immer noch sehr gut passt.
Sowas kann man nicht immer erwarten und die Fans können dankbar sein, dass es so ein gutes Ende genommen hat.9 Punkte