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Ein Höllenszenario der eher schlichten Art eröffnet Regisseur Nick Lyon, der sich bereits für diverse Fernsehfilme ähnlichen Formats verantwortlich zeichnete. Gedreht in Bulgarien schüren einige Sets durchaus Atmosphäre, doch das simple Konzept geht auf Dauer kaum auf.

Einige Studenten um Peter und Trish erfahren von einem riesigen Krater in Russland und experimentieren mit einem Transponder, woraufhin die Gruppe ein Dimensionsportal öffnet und im Vorhof zur Hölle landet. Verfolgt von düsteren Kreaturen muss ein Weg zurück zum Krater gefunden werden…

Die Erzählung steigt Hals über Kopf ein und verhindert somit eine Bindung zu den Figuren. Binnen kurzer Zeit landet die Gruppe in der Paralleldimension und wird kurz darauf getrennt, was ein Mitfiebern mit einzelnen Individuen unmöglich macht. Einige erhalten nicht einmal einen Vornamen.

Das Leitmotiv arbeitet indes viele Archetypen eines geisterbahnhaften Schreckensszenarios ab: Es tauchen vierbeinige und fliegende Monster auf, es gibt einen hünenhaften Leichensammler, eine entstellte Hexe ist ebenso dabei wie eine Handvoll Zombies und auch etwas Body-Horror in Form implantierter Riesenegel darf nicht fehlen.
Aufgrund des flotten Tempos bereitet das anfangs Laune, doch die Willkür, mit der wahllos Szenarien wie Wald, Kirche, See, Hinterhof, Höhlengebilde und Ruine betreten und verlassen werden ermüdet mit der Zeit, zumal der Nebenhandlungsstrang mit zwei Rettern nur leidlich Spannung erzeugt.

Somit bleibt die Story sehr dünn, sie setzt auf visuelle Abwechslung und einige Jump Scares, von denen allerdings nur wenige sitzen, während die Ausstattung zu sehr auf Stereotypes wie laufendes Grammophon oder verwaisten Kinderwagen setzt. Eine Handvoll Gewalteinlagen wie Enthauptung, offener Bauch oder Finger ab liefert ebenfalls kaum Schauwerte und auch die CGI rund um den Feuer speienden Krater fallen allenfalls zweckdienlich aus.
Immerhin liefern die Darsteller solide ab, obgleich sie sich mit überwiegend eindimensionalen Dialogen und vielen hohlen Phrasen herumschlagen müssen.

So wirklich garstig und angemessen düster ist der Höllentrip letztlich nicht ausgefallen, obgleich insgesamt für ein zügiges Tempo und viel Bewegung gesorgt wird.
Zuweilen mangelt es am Timing, die Kreaturen erzeugen nur sehr bedingt Gänsehaut und am Ende wirkt alles recht beliebig, oberflächlich und austauschbar, was mit null Humor einhergeht. In seiner mitunter unbeholfenen Art erinnert er ein wenig an vergleichbare Genrebeiträge wie „Night of the Demons“, - allerdings ohne deren Charme zu erreichen.
5 von 10

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