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Feiergeile, in jeder Lebenslage immer gut aussehende und geschminkte Partyluder in den Fängen geistesgestörter, grenzenloser Jungsadisten - das ist ganz toll, ja wirklich! Wobei sich die blutdürstene Rache der beiden Hasen als elementarer Punkt in dieser sehr schwachen Geschichte darstellt: oberflächliche Tussen werden in einem kurzen Zeitraum aus Angst und Terror schnell zu kaltblütigen, kranken Racheengeln, die durch grobschlächtige und handfeste Selbstjustiz erwachsen und willenstark werden. Das hatte man nun schon seit einigen Jahrzehnten ausgiebig verfolgen können. Durch den neumodernen Torture Porn - Effekt wurden in den letzten zehn Jahren die objektiven Darstellungen des physischen Horrors immer drastischer, unbequemer und intensiver, weil lustiger Splatter heute einfach nur noch wehtun muss. Dabei spielt es allerdings eine wichtige Rolle wie die Story filmisch aufgearbeitet wurde. Passive Faktoren sind wieviel Kohle man investiert hat und die Originalität, die hier keine große Rolle spielt. Meist biedert man sich dem Genre an und sucht sein Glück im devoten Zitatehimmel. Auch hier entdecken findige Kenner und Freaks Verweise zu "TCM", "Mondo Brutale" oder "I spit on your Grave", die allerdings eine Nummer schlechter dargeboten werden als noch Seinerzeit bei den kultigen Originalen. Mäßige Schauspieler, dünne Dialoge, dumme Handlung, uninspirierte Kameraarbeit, billige aber auch zurückgehaltene FX, nette aber kaum sichtbare Kills und eine aalglatte Inszenierung lassen müde Nerd-Zuschauer nicht mehr munter werden. Richtig krass wirds leider nicht. Man will zusätzlich einen Film-Realismus erreichen, denn man aber mit comicesken Einlagen wieder kaputt haut und sich damit komplett lächerlich macht. Bitte also erst ab Minute 48 Einschalten, denn dann wirds erst ein wenig brutal, ein kleinbisschen grotesk und somit auch interessant. Vorher wird eh nur blöde rumgeplänkelt und psychisch infantiler Wahnsinn zelebriert. Langweilig, unspannend bis freiwillig dösig im Gesamturteil!

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