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Die berüchtigten Puppen des Puppenspielers André Toulon sind wieder da. Doch sie haben ein Problem, denn das Elixier, welches ihnen das Leben schenkt, wirkt immer nur für 50 Jahre. Und diese sind nun bald vorbei. Daher beschließen sie ihren großen Meister Toulon von den Toten zu erwecken, damit dieser ihnen wieder ein wenig Nachschub dieses wichtigen Gebräus herstellt. Kaum von den Toten auferstanden erklärt er seinen Killerpüppchen, dass er jede Menge Gehirnmasse braucht, denn das ist die Grundzutat seines Elixiers.

Und wieder mal läßt Charles band die Puppen tanzen, wie bei beinahe allen seinen Filmen (da wittert man irgendwie ein Kindheitstrauma) und läßt erneut das Bodega Bay Inn Hotel zur tödlichen Puppenstube werden. Allein die Puppetmaster Reihe scheint eine neverending Story zu werden und hat numerisch mittlerweile mehr Sequels als Nightmare oder Halloween auf dem Buckel.
Hierher verirren sich fünf Leute die in Regierungsauftrag eine paranormale Untersuchung am Haus vornehmen. Allerdings weiß der Zuschauer schon dank der Anfangsszene, in der die Puppen ihren Schöpfer Andre Toulon aus dem Grab ausbuddeln, das sich der Film eher nicht um selbstschließende Türen oder Cold Spots geht, sondern eher erneut auf der Slasherschiene fährt.
Mit dabei sind natürlich wieder die bekannten Puppen aus dem Vorgänger, die haben wohl sogar einen neuen Cousin mitgebracht, denn als Neuling gibt es einen Darth Vader Helm, der in seiner Hand einen Flammenwerfer eingebaut hat und zur Begrüßung eine dicke Frau flambieren darf. Wirklich austoben dürfen sich die Barbies from,hell aber nicht unbedingt. Außer der Bäuerin a la Flambee und einem Bohrloch im Schädel spielt sich das Geschehen doch eher zahm. Dafür sehen die Animationen für die vermutete geringe Preisklasse des Films aber deutlich verbessert aus.
Dazu kommt ein ziemlich langweiliger Mittelteil, in dem sich die öde Love Story abspielt. Zumindest erfährt man über Puppen-Frankenstein Toulon einiges Neues, denn sowohl er. als auch seine künstlichen Kreaturen müssen sich alle 50 Jahre entweder durch Körperwechsel oder einem neu verabreichten Cocktail mit menschlichem Vorderhirnlappen fit halten. Das paßt zumindest zu den bisherigen Aktivperioden im alten Ägypten und während des zweiten Weltkriegs.
Als Horrorsnack für zwischendurch ist das alles zwar ganz nett, aber als personifiziertes Böse sind mir dann doch die degenerierten Redneck Killer oder mutierte Killerkaninchen lieber. Kompliment dafür aber an die Trickabteilung, der es gelang die 30cm großen Biester gut zum Leben zu erwecken, der Rest ist aber nur die übliche Horror Massenware.
5/10

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