In Sachen Tierhorror haben die Gesellen von SyFy und The Asylum noch nicht allzu viel hervorgebracht und die Produktion gleich einem relativ versierten Regisseur wie Eric Red ("Bad Moon") überlassen. Eine gute Wahl wie sich rasch herausstellt.
In einem kleinen amerikanischen Vorort geht ein Meteor hernieder, kurz darauf verwandeln sich sämtliche Hunde im Kaff in blutrünstige Bestien. Die Patchworkfamilie um Rosalyn (Tristin Mays) muss daraufhin zusammenhalten, um die Katastrophe irgendwie zu überstehen...
Meistens geht die Exposition mit der Einführung der tödlichen Bedrohung einher und auch hier fallen zwei Hobbyjäger umherlaufenden Hunden zum Opfer. Danach wird die Heldenfamilie eingeführt, was in parallel erzählten Handlungsebenen mündet und für Abwechslung und zahlreiche Schauplatzwechsel sorgt. Rosalyn zeichnet sich früh durch Unerschrockenheit und Kampfgeist aus und natürlich durch die Tatsache, zu ihrem tauben Hund zu halten, der als einziger nicht durchdreht.
Demnach könnte eine bestimmte Frequenz auf die Tiere einwirken, welche von den grün leuchtenden Gesteinsbrocken ausgeht, was allerdings nur eine Vermutung ist, zumal in diesem Kontext weder etwas hinterfragt noch erläutert wird. Die per CGI zum Leuchten gebrachten Meteorteile sehen nicht so überzeugend aus, die Hunde hingegen haben es meistens in sich. Denn hier gehen Zähne fletschende Vierbeiner aller Art auf ihre Besitzer los, zerren an Armen und Beinen, verbeißen sich am Körper, nagen ganze Gesichter ab oder durchtrennen die eine oder andere Halsschlagader. Getrickst wurde mit Dummies und Spezialkleidung, während effektiv gesetzte Schnitte ebenfalls für ein erstaunlich hohes Maß an Glaubwürdigkeit sorgen.
Gegen Ende geht der Bodycount enorm in die Höhe, denn im letzten Drittel tobt das Chaos im Ort, während sich die Hunde zu einem Rudel zusammenraufen und besonders in den letzten Szenen für eine apokalyptische Stimmung sorgen. Ansonsten ist die Farbgebung recht durchdacht, einige Zeitlupenaufnahmen sehen schick aus und auch eine Szene mit langen Schatten bei Nacht ist toll in Szene gesetzt. Red versteht es mit einfachen Mitteln zu kaschieren, wie schlicht und größtenteils vorhersehbar die dazugehörige Geschichte ausgefallen ist.
Denn bis auf die wenigen Helden fallen die Nebenfiguren reichlich oberflächlich aus, der Score treibt zwar gut an, klingt jedoch kaum markant und auch darstellerisch sind einige Abstriche zu machen. Demgegenüber gibt es ein latent hohes Tempo, viel Bewegung, sauber eingefangene Action und ein Handwerk ohne sonderliche Mankos. Zudem wird regelmäßig Spannung erzeugt, etwa, als ein Kind im Hundekäfig Schutz sucht, das Verbarrikadieren im Auto unweigerlich an "Cujo" erinnert oder ein Gang durchs freie Gelände zum Spießrutenlauf wird.
Genrefans sollten zwar kein Meisterwerk erwarten, dürfen bezüglich zahlreicher blutiger Konfrontationen mit gut dressierten Hunden jedoch bedenkenlos zuschlagen und allenfalls am Rande mit etwas Trash vorlieb nehmen, denn wenn ein Spitz in die Nase beißt, ist er böse meist.
7 von 10