Ein Dämon fühlt sich durch die Forschungen der Menschen an Andre Toulons Elexier bedroht und schickt ein paar seiner Diener auf die Erde, wo sie der Gefahr Einhalt gebieten sollen, doch vier Studenten erwecken Blade und seine Puppenkollegen zu neuem Leben und gemeinsam stellt man sich gegen die Finsterlinge.
Wenn die ersten Teile einer Horrorreihe erfolgreich und das Konzept auch nicht von schlechten Eltern waren und dann ein neuer Regisseur daherkommt und frischen Wind in die Serie bringen soll, so hat mich das in den meisten Fällen (siehe Halloween oder Freitag der 13.) nicht überzeugt, doch das, was Jeff Burr und die Full Moon Schmiede mit dieser dritten Fortsetzung auf die Beine gestellt haben, kann sich wahrlich sehen lassen.
Ging es in den Vorgängern um die Ermordung von Menschen durch Puppenhand, wobei die Figuren bis auf beim dritten Teil den bösen Part einnahmen, so verbünden sich Blade und Co. diesmal mit vier Studenten, die es mit den Dienern eines Dämons zu tun bekommen und auch Andre Toulons Geist steht mit Rat und Tat zur Verfügung.
Okay, die Geschichte trieft nicht vor Einfallsreichtum, die Darsteller sind mittelmäßig, dadurch, dass Teil 4 und 5 direkt zusammen gedreht wurden, gibt es einige Anschlussfehler und auch die Handlung ist nicht immer ganz schlüssig, aber das Endprodukt ist äußerst kurzweilig und unterhaltsam ausgefallen, was meiner Meinung nach der einzige Zweck einer solchen Produktion sein kann.
Kamen die ersten drei Teile mit allerhand blutigen Effekten daher, so schraubt der vierte Teil in dieser Hinsicht ein paar Gänge zurück. Das höchste der Gefühle ist ein abgetrennter Finger und leicht rot angefärbtes Gezappel im Auto. Ansonsten blendet der Film bei Gewalt gegen Menschen ab, zumal es die Dämonendiener nicht auf Blut, sondern auf die Energie der Erdlinge abgesehen haben.
Die Umsetzung der Puppen, die man hier besonders in sein Herz schließt, ist gewohnt einfach, aber wirkungsvoll. So arbeitete man wieder bei Nahaufnahmen mit Puppentricks und bei Ganzkörperbewegungen mit schöner Stop-Motion-Technik. Es sind mit Ausnahme von Leech Woman und Torch wieder alle bekannten Figuren mit von der Partie, wobei man die Namen leider eingedeutscht hat, was im Falle von Pinhead, der nun Onkel Pickel heißt, besonders unglücklich ist.
Neu dagegen sind das frankensteinartig geschaffene Wesen Decapitron, der seinen Kopf transformieren kann und im fünften Teil sicherlich noch eine besondere Rolle spielen wird und der Oberdämon und seine Diener, die mich an eine Mischung aus den bösen Gremlins mit alienförmigem Kopf erinnern.
Die musikalische Untermalung von Richard Band kann sich wieder mal hören lassen und man kann bekannte Melodien aus den vorherigen Teilen, etwas "Re-Animator" und neue stimmige Töne vernehmen.
Insgesamt ist "Puppet Master 4" ein kurzweiliges Vergnügen und die Idee, die Reihe in eine neue Richtung zu lenken, geht auf. Sofern man die ersten Teile mochte, aber kein ähnliches Blutvergießen erwartet, sondern Freude an den Puppen hat, so ist man mit dieser Fortsetzung gut bedient.