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Hatten die besseren Filme Rob Zombies (THE DEVIL’S REJECTS und THE LORDS OF SALEM) bei allen Schwächen zumindest noch eine atmosphärische Besonderheit, so kommt der crowdgefundete 31 wie ein viel zu später SAW/HOSTEL-Klon daher.
Malcolm McDowell möchte ein Spiel spielen und lässt eine Gruppe Outcasts gegen eine Killerfreakshow antreten, darunter ein spanischer Nazizwerg, die Chainsaw-Brothers sowie den deutschen Hänsel und seine Freundin Harley Quinn als Death + Sex. Puh. Anstatt aber aus dieser Klischeeansammlung eine bewusst überzogene, selbstironische oder ultrabrutale Horrorshow für die Fans zu machen, sabotiert Zombie jeden aufkommenden Flow mit inszenatorischen Mätzchen und unübersichtlichen Kampfchoreografien. Das soll wohl Terror sein, nervt aber nur.
In Erinnerung bleiben allein Richard Brakes charismatische Performance als Jokerkiller „Doom-Head“ und das Wiedersehen mit 80s-B-Moviestar Meg Foster, die mit ihren fast 70 (!) Jahren hier irre zäh auftritt wie ein weiblicher Iggy Pop mit unvergleichlich kalt strahlenden Augen.