Halloween, 1976: Eine Truppe von Jahrmarkts-Schaustellern wird von einer Bande maskierter Psychos gekidnappt und gezwungen, zum Amüsement einiger reicher Aristokraten-Säcke, die alljährlich auf die Überlebens-Chancen der Opfer Wetten abschließen, in einer verlassenen Industrie-Ruine gegen durchgeknallte Nazi-Zwerge und Kettensägen-schwingende Clowns anzutreten. Eigentlich würde ich sagen, mit "31" wäre Rob Zombie endgültig am Bodensatz des Genres angekommen... die Sache ist nur die, er hat sich auch vorher nie woanders gesuhlt. Bei der vorliegenden 70er-Grindhouse-, Brutalo-Splatter- und White Trash-Melange, die zudem in ihrem Erscheinungsbild eine holprige Produktionsgeschichte erahnen lässt, ist der Ofen allerdings endgültig aus, denn auch dem dümmsten Primaten sollte mittlerweile klar sein, dass Zombie als Filmemacher nun wirklich gar nichts mehr zu sagen hat, sondern sich nur noch im Rekombinieren von abgeschauten Handlungs-Mustern, ausgelutschten Genre-Topoi und unflätigen Dialogen, in denen ganz oft das Wort "Fotze" vorkommt, ergeht. Sein "Lords of Salem" war zwar auch kein guter Film, aber zumindest inhaltlich mal was anderes und hat nicht unberechtigt die Hoffnung aufkeimen lassen, dass tatsächlich endlich so was wie 'ne Entwicklung stattfinden könnte... aber Pustekuchen. Die gelegentlichen Anflüge von Style retten hier auch nichts mehr, und irgendwie hat man auch nur den Eindruck, durch die wie immer flashige Inszenierung sollte diesmal ein nicht ausreichendes Budget kaschiert werden. Die Auftritte der immergleichen Besetzung (der arme Malcolm McDowell und Eheweib Sheri Moon Zombie müssen mal wieder ran) verstärken da nur das aufkommende Déjà-vu-Gefühl, storymäßig ist das hier wiedergekäuter Mumpf (der "Running Man" und zwanzig andere, bessere Streifen lassen grüßen), das darstellerische Engagement definiert sich dadurch, wer die obszönste Dreckschnauze hat und am öftesten "ficken" und "Scheisse" sagen kann, und selbst der an bekannte Horrorfilm-Soundtracks angelehnte Synthie-Score unterstreicht nur nochmal zusätzlich, wie oft man das alles zuvor schon gesehen hat. Kann man komplett vergessen.
2/10