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iHaveCNit: Die Kommune (2016) dänischer Originaltitel: Kollektivet

„Die Kommune“ ist der aktuellste Film von Thomas Vinterberg, der mir zuletzt in „Die Jagd“ einen der besten Filme aus dem Jahr 2013 beschert hat. In „Die Kommune“ haben er und Tobias Lindholm, der Kopf hinter Filmen wie „A War“ ; „Hijacking“ und „9.April“, das Drehbuch geschrieben. „Kollektivet“ hat im dänischen Raum entsprechend gute Berücksichtigung bei den großen Preisverleihungen bekommen. Allen voran Trine Dyrholm, die den Silbernen Bären 2016 auf der Berlinale oder auch den Svendprisen 2016 für ihre Darstellung erhalten hat.

Im Film geht es um die miteinander verheirateten TV-Moderatorin Anna und den Architekturdozenten Erik, die nach dem Tod seiner Eltern deren Haus erben. Das Haus ist jedoch im Unterhalt für beide zuviel und beide treffen die Entscheidung, diverse Leute in das Haus einzuladen und eine WG bzw. Kommune innerhalb des Hauses zu gründen. Innerhalb der Kommune werden Entscheidungen im Kollektiv getroffen. Die Ehe zwischen Anna und Erik wird dann auf eine harte Probe gestellt, als er Ihr eine Affäre mit einer Studentin gesteht, die dann auch noch als Teil der Kommune aufgenommen wird.

Uns wird ein tolles und detailliertes Bild des Kopenhagener Lebens in den 70ern präsentiert. Das Kernstück bei all den Nebencharakteren und Nebenstorys, wie z.B. der mittellose Allon (toll verkörpert von Fares Fares) oder die aufkeimende Liebe von Annas und Eriks Tochter Freya, bleibt definitiv das Drama um die Beziehung zwischen Anna und Erik. Erik wird von Ulrich Thomsen gespielt, der hier mit einer Mischung aus Reserviertheit, stoischer Ruhe und innerer Zerrissenheit daherkommt. Doch die alles überstrahlende Schauspielerin hier bleibt Trine Dyrholm, die den Film erst richtig sehenswert macht. Ansonsten bleibt diese witzige, unterhaltsame und dramatische Zeitreise ins Kopenhagen der 70er-Jahre sehr gewöhnlich und entwickelt für mich nicht die Strahlkraft von Vinterbergs „Die Jagd“

„Die Kommune“ bekommt von mir 8/10 Punkte.

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