Alle Kurzkommentare


3

Keine Kunst, nur künstlich. Was uns dieser über weite Strecken in grelles Neonlicht (daher der Titel, ein Dämon kommt hingegen nicht vor) getauchte Arthouse-Stinker da vorsetzt, das ist gähnende Leere ohne jegliche Substanz. Ein Machwerk so langatmig wie eine nicht endende wollende Modenschau mit ausdruckslosen Models, die roboterhaft und mit totaler Gefühlskälte auf High Heels durch die Gegend staksen. Und mittendrin Elle Fanning - hier im doppelten Sinne blass und mehr wie ein zerbrechliches Püppchen und gar nicht wie eine richtige Frau. Erst im letzten Viertel der zweistündigen Laufzeit kommt der Eifersuchtsplot ins Laufen und dem Film fällt noch ein, dass er kurz vor Schluss ja auch noch ein bisschen Gewalt und ein paar kleine Tabubrüche einbauen könnte. Aber da ist es schon zu spät und das Gezeigte dürfte heute niemanden mehr schockieren.

9

Ist dieser Film kontrovers? Mit Sicherheit. Will er es sein? Ebenfalls mit Sicherheit. Was Refn hier abliefert ist wieder einmal so anders, aber auch so Sahne, dass es einfach Spaß macht.  Oberflächlichkeit gekonnt in Szene gesetzt. Bilder in einer Welt der Ästhetik. Grell, bunt, schreiend, anders löst der Film durch Ursache und Handlung gemischte Gefühle und Eindrücke aus, zeigt subtil wie Refn mit durchwachsender Geschichte spielt, sie gekonnt in Szene zu setzen weiß, sich vielleicht sogar bewusst ein wenig darüber auslässt, als jemand der zu oft genau dafür kritisiert wurde, aber ebenfalls geliebt. Wunderbar kontrovers halt!

9

Einmal mehr ein Film über ein junges und schon schnell sehr erfolgreiches Model. Kulisse: passenderweise Los Angeles. Komplikationen: natürlich Neid und Missgunst. Ab diesem Punkt gibt es dann verschiedene Möglichkeiten, wie sich ein Film mit dieser Thematik aufbaut: als Doku, als Biographie, als Cinderella-Filmchen, als Drama, etc. The Neon Demon hat sich entschieden, einfach mal komplett in Richtungen abzudrehen, die man allenfalls anhand des Titels erwartet. Ich mag auch nicht zuviel spoilern, aber ein paar harte Nervenstränge (und u.U. ein nicht allzu empfindlicher Magen) gehören schon dazu, selbst, wenn sich das Ganze auch ein wenig als schwarze Komödie versteht. Erwähnenswert neben den tollen Darstellern, besonders den weiblichen, ist vor allem die Inszenierung an sich, die meiner Meinung nach der Story sogar ein wenig die Show stiehlt, als sie einfach nur zu unterstützen. Allemal sehenswert!

10

Krasse Ansammlung von farbenfrohen Bildern, zusammengeschraubt zu einem Rausch von Gewalt, Eyecandy und Sinnlosigkeit. Die Sinnlosigkeit dessen was es abbildet: die Modewelt, wo Durchgeknallte für Durchgeknallte etwas darstellen, was die breite Masse gierig darstellt, aber keinen höheren Zweck verfolgt. Einer der besten Filme des Jahres.

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