kurz angerissen*
Mantarochenvampire waren schon in der Affleck-Groteske „Phantoms“ nach Dean Koontz eine coole Idee in schlechter Ausführung – die Kluft ist dank „Beast Of The Bering Sea“ nicht nur erhalten blieben, sondern sogar noch größer geworden.
Besser als die x-te Haimutation sind diese Wasserschlangenartigen unbedingt (gerade Cassie "Sharknado" Scerbo wird sich über die Abwechslung gefreut haben), besser animiert wohl kaum; in ihrem stets wie foliert glänzenden Schuppenkostüm nabeln sie sich eben genau so vom real gefilmten Hintergrund ab, wie man das von Creature Trash dieser Art zu erwarten hat. Wie entzwei geteilte Regenschirme stapfen sie also durch die meist verregnete, grauneblige und / oder nächtliche Küstenlandschaft und wickeln sich um ihre Opfer, wobei alleine ihre ungewöhnliche Physiognomie dem Subgenre schon neue Impulse verschafft, derweil alles andere in den üblichen Bahnen abläuft. Dazu gehören beispielsweise Reißbrettcharaktere mit Lebensläufen wie „ich wollte Profi-Footballer werden, habe mich aber verletzt und dies fast nicht verkraftet; dann erzählt mir meine Ex, dass ich Vater bin und lädt das Kind bei mir ab, doch es hat letztendlich mein Leben gerettet“, aber auch die üblichen unlogischen Verhaltensweisen, schwachsinnigen Handlungsabläufe, rätselhafte Logistik und nicht zuletzt die schlechten Attacken. Der Trash-Charme unvollkommener CGI-Effekte darf immer noch bezweifelt werden, wobei der ein oder andere Lacher mit der richtigen Einstellung sicher drin ist, wenn sich die Kreaturen beispielsweise wie ein Wrap um den Körper schließen und sich durch ein Auge (bzw. ein rotes Pixelloch) des Opfers beißen; und nicht zuletzt, wenn das Allheilmittel gefunden ist und die Angreifer sich binnen Millisekunden von aufgeblähten Regenplanen mit Zeltstange in einen blutigen Fleck verwandeln.
Immerhin stellt Slidell, Louisiana ein paar nette Locations zur Verfügung und verleiht dem sonst so formelhaften Machwerk einen landschaftlichen Wert, wenngleich manche Einstellungen Foot Stockage vermuten lassen.
Also, Ben Affleck, Gratulation: „Phantoms“ ist nicht mehr der schlechteste Manta-Mutantenfilm aller Zeiten.
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