Review

Hateful 8 ist Tarantino schwächster Film. Sein Stil zeichnete sich schon immer durch hohe Geschwätzigkeit aus um dann in heftige Gewaltmomente umzuschlagen. Der Stil verfeinerte sich zunehmend. Mit Inglourious Basterds hat er dann seinen Höhepunkt gefunden. Bei Django Unchained gabs dann schon die ersten Ermüdungserscheinungen. Hateful 8 driftet leider in die gleiche Kerbe, nur dass hier die Dialoge wirklich nur unnötig sind und ja leider schon teils belanglos sind.

Dagegen hat sich das Ganze mehr zu einem Kammerspiel entwickelt, weswegen mir schon die Dinamik fehlt. Die minimalistische Story kommt dennoch gut zu tragen, nur eh der Film wirklich zündet und die Bruchteile der Story sich mehr und mehr zu einem Gesamten entwickeln, vergeht leider viel zu viel Zeit. Der Drang vorzuspulen ist in der ersten Hälfte enorm, und das liegt wirklich an die diesmal teils uncharmanten und belanglosen Dialoge.

Schauspielerisch ist natürlich alles i.o. Dennoch lässt sich auch hier der Kritikpunkt nicht ausmachen, dass Samuel L. Jackson und Kurt Russel nur Zugfährte sind um mehr Kinogänger zu locken. So richtig prägnant sind diese Rollen nicht und hätten auch gut von anderen unbekannteren Schauspielern übernommen werden können.

Fazit:
Die Grundidee ist höchst interessant leider verliert sich der Film zu oft in Belanglosigkeiten. Durch das Kammerspiel fehlen mir persönlich auch reizvolle Landschaftsaufnahmen, die eigentlich selbst zu einem Quasi-Western dazu gehören. Eine Straffung und Kürzung der Kinofassung auf knappe 90 Minuten, hätten den Film wahrscheinlich zu einem echten Hit avancieren lassen. So bleibt es bei gerade mal gehobenen Durchschnitt, erst recht für ein Tarantino Streifen.

Details
Ähnliche Filme