Ein frisch vermähltes Pärchen will das Wochenende in einer einsamen Hütte in den Everglades verbringen. Diverse dumpfbackige Rednecks stören jedoch das junge Eheglück, töten den Gatten, entführen die Frau und vergehen sich an ihr. Diese kann jedoch fliehen und zum Rachfeldzug übersetzen...
Auch hier passieren die ersten 35 Minuten erstmal gar nichts: Das Pärchen turtelt rum, beobachtet Alligatoren und übt sich im Motorbootfahren.
Was dann folgt, ist die Sparausgabe von "I Spit on your Grave", bei dem man allerdings die ausgedehnte Vergewaltigung, aber auch den brutalen Rachefeldzug weggelassen hat. Leider hat der Film weder Härtegrade noch etwas Verstörendes an sich. Das Regie-Pärchen Beverly und Ferd Sebastian dehnt selbst die banalsten Szenen unnötig lange aus und hat alles weggelassen, was dem Zuschauer irgendetwas Spannendes oder Außergewöhnliches bieten könnte.
So ist der Gegenschlag ein schlechter Witz, bei dem lediglich kurz mal die Pumpgun zum Einsatz kommt, wo hingegen die Suche nach dem vermissten Opfer in den sumpfigen Everglades schier ewig dauert. Die Frage, warum 14 Jahre nach dem ohnehin schon flachen "Gator Bait" auch noch diese eindimensionale Fortsetzung auf den Markt geworfen werden musste, stellt sich da unweigerlich. Immerhin sind Everglades als Drehlocation richtig cool, doch auch daraus hat man leider nichts gemacht.
Fazit: Handzahme, geglättete Video-Version von "Ich spuck auf Dein Grab". Hier gibt es wirklich keinen Grund, dieses Quasi-Remake aus der Versenkung hervorzuholen. 3 von 10 Punkten.