Review

Da hat aber mal jemand so ziemlich alles aufgefahren, was das Horrorgenre auszeichnet. Dazu eine bodenständige Coming-of-Age-Story und ein paar irrwitzige Ideen, - mit ein paar Knallern mehr könnte man fast von einem Geheimtipp sprechen.

In Dillford, bekannt für seine Rippchen, herrscht eine klare Rangordnung, welche insbesondere auf der High School gilt: Ganz oben haben die Vampire das Sagen, in der Mitte die Menschen, unten tummeln sich die Zombies. Als eines Tages ein Raumschiff landet, müssen sich die Gruppen zwangsläufig zusammenraufen, um die außerirdische Brut wieder loszuwerden...

Zunächst muss man schlicht hinnehmen, dass drei verschiedene Lager unter leicht angespannten Verhältnissen zusammen leben. Da gibt es den unscheinbaren Dag, der sich in die süße Lorelei (Vanessa Hudgens) verguckt hat, Petra, welche soeben zum Vampir mutierte und den Nerd Ned, welcher sich freiwillig zum Zombie verwandeln ließ. Jene drei bilden das sympathische Heldentrio, und obgleich ihre jeweiligen Geschichten eher oberflächlicher und größtenteils stereotyper Natur sind, geht mit dem Auftauchen der Extraterrestrischen ordentlich die Post ab.

Eine recht variable Maske und überraschend gut gestaltete Außerirdische bilden eine passable Grundlage, zudem gesellen sich einige Bluteffekte, obgleich es nie allzu deftig zur Sache geht (Blut spritzt in Fontainen, sobald Vampire eliminiert werden). Die Kulissen gehen okay und auch die Computereffekte enttäuschen nicht, zumal es gegen Ende noch ein paar ansehnliche Trasheinlagen gibt. Darüber hinaus heizen ein paar Songs die Stimmung an und auch die restliche musikalische Untermalung überzeugt weitgehend.

Storytechnisch wird demgegenüber keine sonderlich innovative Kost geboten, denn trotz der zusammen gewürfelten Gruppen sind Abläufe vorhersehbar und auch während des Finales sollte man keine großen Überraschungen erwarten, außer dass der Botschafter aus dem All mit Wiener Akzent spricht. Etwas Situationskomik, ein Hauch Gesellschaftskritik und ein paar zynische Einschübe halten jedoch ordentlich bei Laune und auch das Erzähltempo ist bis auf kleine Verschnaufpausen angenehm flott.

So wird ein "Dialog" zwischen Zombies mit Untertiteln versehen, man läuft nackt durch die Gegend, weil Außerirdische keine organische Materie wahrnehmen können und ein bekannter Song von Billy Joel ist das Zünglein an der Waage, bevor es mit Ammoniak zum Gegenschlag übergeht.

Unterhaltsamen Blödsinn liefert Regisseur Robbie Pickering, der handwerklich recht ansehnliches Material hervorbringt und nebenbei mit gut aufgelegten Mimen punktet.
Die Mischung aus Horrorkomödie und High-School-Romanze findet meistens den richtigen Ton, geht zwar zu keiner Zeit in die Tiefe oder verblüfft mit innovativen Wendungen, weiß jedoch ab und an mit lustigen Einlagen zu überzeugen.
Bereitet auf jeden Fall gute Laune.
7 von 10

Details
Ähnliche Filme