kurz angerissen*
In "Freaks Of Nature" haben Horror-Subgenres kein Anrecht auf Autonomie. Wild werden sie als Grüppchen in die Handlung geworfen, mit dem Ziel, ihre Zusammenkunft als absurden "Clash of Creatures" zu präsentieren.
Robbie Pickering hat es jedenfalls offensichtlich auf reines Chaos abgesehen. Alles, was in den letzten Jahren im Mainstream-Horrorfilm Rang und Namen hatte, bietet sich der Gruppe der Menschen nun als alternative Lebensweise an, namentlich Vampire und Zombies. Deren Mythologie wird mit vermeintlich hintersinnigem Humor demontiert, doch eigentlich lässt der unaufgeräumte Inszenierungsstil einfach nur an schlechte Spoof-Filme denken, auch wenn die Ziele im vorliegenden Beispiel spürbar höher hängen.
Verlassen kann sich die wirre Parodie immerhin auf das komödiantische Talent seiner Darsteller. Das Trio Nicholas Braun, Mackenzie Davis und Josh Fadem harmoniert ansprechend miteinander und wird von starkem Support der Marke Joan Cusack, Bob Odenkirk oder Patton Oswalt auf ein sehr solides Level getragen. Dabei haben die Akteure es sichtbar schwer, sich gegenüber dem mageren Drehbuch, dem hakeligen Schnitt und der zunehmenden Überfrachtung mit billigen Spezialeffekten durchzusetzen.
Davon abgesehen kommt der Film ein bisschen zu spät; selbst Parodien auf ausgelutschte Vampir- und Zombie-Pfade sind inzwischen nur noch dann zu ertragen, wenn sie herausragend sind. "Freaks Of Nature" ist, wenn überhaupt, allenfalls ambitioniert.
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