Die WWE-Studios mischen seit einiger Zeit munter in Actiongefilden mit und versuchen nach und nach einige aufstrebende Wrestler in den Mittelpunkt zu rücken. Dolph Ziggler soll es hier in der Hauptrolle als eigensinniger Cop richten, was ihm überraschend gut gelingt. Die dazugehörige Story ist allerdings gurkig.
Cop Ray (Ziggler) sollte eigentlich aus dem Dienst fliegen, doch da gerät das Department an eine Videobotschaft, auf dem ein Junge zu sehen ist, welcher von Sprengstoff umgeben ist.
Ray und seiner neuen Kollegin Julia (Katherine Isabelle) bleiben nur wenige Stunden Zeit um den Jungen zu finden…
Der titelgebende Countdown wird zügig in die Wege geleitet und folgerichtig sind Ray und Julia viel unterwegs, um irgendwelchen Russen unbequeme Fragen zu stellen oder diese gleich über den Jordan zu pusten. Denn eins wird von vornherein klar gestellt: Alle Russen sind böse, einschließlich Putin, welcher einen überaus dubiosen Typen ins Konsulat einschleusen ließ.
Der Rest bietet einige Schauplatzwechsel, kurze Actioneinlagen und viele arg konstruierte Begebenheiten, die in Sachen Timing und Lokalität oftmals ins Hanebüchene abdriften.
Die Action ist sauber choreographiert und passabel in Szene gesetzt, obgleich keine spektakulären Fights auszumachen sind und der Gewaltfaktor vergleichsweise niedrig ausfällt.
Leider mangelt es zwischenzeitlich an Auflockerungen, welche durchaus drin gewesen wären.
Auch anzügliche Momente bleiben aus, da dem Heldenpaar die Zeit fehlt und es außerdem an der fehlenden Chemie scheitert.
So wird mal eben ein Tattoostudio zerlegt, mit der Immunität eines Diplomaten ist es kurzzeitig dahin, Gespielinnen russischer Krimineller greifen auch im Eigenheim rasch zur Waffe, während der Held ein Trauma zu überwinden hat, was natürlich Parallelen zum aktuellen Fall aufweist. Einer Autoverfolgung mangelt es indes an Schauwerten und die Geldübergabe während einer Wrestlingveranstaltung mauschelt mit Archivmaterial.
Immerhin performen die Mimen glaubhaft, obgleich Wrestler Kane als Polizeichef reichlich verschwendet wird und es insgesamt an einem Bösewicht mangelt, welcher für den Showdown schlichtweg fehlt. Dennoch ist das flotte Erzähltempo und ein Großteil der Action auf der Habenseite zu verbuchen, wodurch B-Actionfreunde einen Blick riskieren könnten, jedoch keinen Knaller mit nachhaltiger Wirkung erwarten sollten.
6 von 10