Nach genau 6 Minuten Laufzeit ist der „Drahtseilakt“in Form einer herausragend guten Szene eigentlich beendet.Es folgt ein bisschen Grusel ohne dabei sonderlich zu überraschen.
Die Besatzung der „Arctic Warrior“findet im Polarkreis einen verlassenen Luxusdampfer,der seit 1962 als verschollen gilt.Man begibt sich an Bord und findet Gold,doch leider häufen sich mysteriöse Erscheinungen und am Ende scheint es vom „Ghost Ship“kein Entkommen mehr zu geben.
Die makabere Szene direkt am Anfang ließ einiges an Hoffnung auf einen überraschenden Dampfer-Horror aufkommen,doch leider verlegte man die Handlung von „Haunted Hill“einfach nur auf´s Schiff,ohne dabei besondere Akzente in Sachen Spannung zu setzen.
Dabei wird man zwar die meiste Zeit ganz gut unterhalten,jedoch driftet die Handlung besonders gegen Ende ins Lächerliche ab und der Schlussgag,der auf eine Fortsetzung hinweisen könnte,ist alles andere als überraschend.
Die Sets auf dem menschenleeren Luxusliner sind zwar ganz solide,doch ein bisschen mehr Liebe zum Detail wäre angebracht gewesen.
Die CGI´s sind ganz passabel und die Szene in der sich das Verrottete in eine Glamourkulisse verwandelt durchaus gelungen – auch wenn hier „Shining“mal wieder ins Spiel gebracht wurde.
Die Erklärung der Abläufe in der Vergangenheit sind visuell zwar recht ansprechend geraten,aber die MTV-Ästhetik will nicht so recht in einen Horrorfilm passen.
Etwas unausgegoren wie der Rest.Kein schlechter Film,weil er die meiste Zeit unterhält,aber auch nichts Neues auf diesem Gebiet.
6 von 10 Punkten