Eine Seefahrt die ist lustig, eine Seefahrt die ist schön...
es sei denn das Boot nennt sich Titanic oder Antonia Graza, denn dann könnte die grade noch ach so lustige Kreuzfahrt schnell einem Drama gleichkommen.
Erstere Nussschale ist wohl jedem spätestens seit der Cameron'schen Schnulze gleichen Titels bekannt, zweite ist dagegen ein Fantasyprodukt für diesen Horrorfilm.
Der Film beginnt mit einer Introsequenz, bei der jeder Anarchist vor Begeisterung in die Hände klatschen wird. Ein Haufen versnobter Aristokraten feiert einen Tanzball auf dem pompösen Dampfer, als sich ein Drahtseil, das unter einiger Spannung steht, löst und die feine Gesellschaft ordentlich in der Mitte teilt. 40 Jahre lang hört man dann nix mehr von dem Kutter...
Bis der Schlepper Artic Warrior, oder besser gesagt dessen Crew, eines schönen Tages den alten Rosthaufen nahe des Polarkreises findet.
Die Finder versprechen sich so einiges von diesem Kutter und als sie zu allem Überfluss noch kistenweise Gold im Ladungsraum finden, gibt’s kein Halten mehr:
Man versucht mit allen Mitteln die Antonia Graza oder wenigstens die Kisten in den nächsten Hafen zu bugsieren. Jedoch wäre das alles ziemlich langweilig, wenn’s nicht zünftig auf dem Wasservehikel spuken würde. Und prompt wird die Crew von einigen hinterbliebenen Geistern terrorisiert. Was sie nicht wissen: der Drahtseilakt und das verschwinden des Schiffes war kein Zufall sondern von höherer Stelle geplant...
Was das war bekommt man ebenso vorgesetzt wie das Ableben diverser Crewmitglieder
Steve Beck "beglückte" uns schon mit dem Remake Dreizehn Geister und holt hier zum nächsten Schlag aus. Leider ist das Ergebnis wieder sehr durchwachsen.
So ist es schon etwas störend, das hier vieles vorhersehbar ist. Diverse Todesfälle überraschen nicht und werden einfach so hingenommen. Dazu kommt, dass der Film wenig bis keine Innovation hat und sich bei anderen Genrevertretern gern und reichlich bedient. Die Szenario mit dem Schiff erinnert an Event Horizon oder Virus, das Schiff selbst hat nicht grade Unähnlichkeit mit der Titanic und auch die Crewvertreter, wie der Quotenafroamerikaner sind typische Horrorfilmopfer. Spannung kommt so selten auf.
Darüber können selbst die schönen Kulissen und die relativ bedrohliche Atmosphäre nicht hinwegtäuschen.
Insgesamt hat das ganze dann doch Ähnlichkeit mit Love Boat: es gibt viel Wasser und der Zuschauer bekommt das, was er erwartet.
Fazit: Nicht vor Innovation sprühender, durchschnittlicher Horrorschinken