Review

Ein weiterer Comeback-Versuch für Steven Seagal, der zwar scheiterte, nichts desto trotz aber unterhaltsam ist.

Story:
Bei einer Schießerei zwischen der Hehlermafia und dem FBI wird der Autodieb Sacha Petrosevitch (Steven Seagal) getötet, zumindest scheint es zunächst so. Doch die Sanitäter können vor Ort sein Leben retten. Als Gegenleistung für seine Straffreiheit soll er als Undercoveragent im neu eröffneten Alcatrazgefängnis operieren. Ein zum Tode verurteilter Bankräuber, der bei einem Raub 200 Millionen Dollar in Gold erbeutet hat, ist dabei sein Geheimnis mit ins Grab zu nehmen. In dem Moment taucht eine Terrorgruppe auf, die genau das verhindern will. Sascha braucht nun die Unterstützung der Mitgefangenen, um den Kampf zu gewinnen.

"Halb tot" ist ein weiterer ordentlicher, wenn auch durch und durch typischer Seagal-Film. Nach einigen Durchhängern ("The Patriot", "Ticker") war schon "Exit Wounds" wieder deutlich besser und auch "Halb Tot" fährt auf dieser Schiene, wenn auch deutlich weniger brutal. Kein Wunder, da der Film ungeschnitten ab 16 freigegeben ist. Das heisst nicht, dass die Action nicht vorhanden wäre. Es kracht und ballert an allen Ecken und Enden, nur auf blutige Einschüsse wird größtenteils verzichtet, warum auch immer.

Schauspielerisch agiert Seagal eigentlich wie immer, er ist halt nicht gerade ein Spezialist für ausgefeiltes Mimenspiel, sondern spielt seine Charaktere knochentrocken, mit etwas Humor. Nur an seiner körperlichen Verfassung könnte man Kritik üben, den er hat schon seit geraumer Zeit einige Pfunde zuviel auf der Waage. Das merk man dann leider auch an den Fights, die weitaus weniger dynamisch wirken als in früheren Filmen und wahrscheinlich aus diesem Grund auch nur vereinzelt vorkommen. Sein Sidekick Ja Rule als Nick ist für die Oneliner zuständig, von denen er auch einige gute auf Lager hat. Allerdings kommen sie nur im Original wirlich bissig rüber, die deutsche Synchro lässt da einfach zu wünchen übrig, genau wie auch Seagal's Stimme, die einfach nicht so recht zu ihm passen will. Es wäre schon, wenn er mal wieder die Stimme verpasst bekommen würde, die er in seinen Klassikern ("Alarmstufe: Rot", "Auf Brennendem Eis" etc.) hatte. Einen Pluspunkt gibt's für Nia Peebles, die als sexy Kampfamazone punkten kann.

Der Soundtrack besteht aus dem üblichen Mischmasch von Hip Hop und Rock, wird aber leider nicht immer passend eingesetzt und wirkt an machen Stellen deplaziert.

Fazit: "Halb Tot" ist zwar nicht der beste Seagal-Film, aber er hat schon ganz andere Gurken abgeliefert. Eine größtenteils sehr kurzweilige Actionorgie mit einem Schuss Humor, der vor allem im Orignal am besten zur Geltung kommt.

8 von 10 Punkten

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