Zombie-Action aus Israel ist nicht gerade das, was Genrefans in rauen Mengen begegnet und so böte sich zeitgleich ein symbolträchtiges, ironisches Treiben in feindlichen Gefilden an, wie es der Titel vermuten ließe. Leider fällt Autor und Regisseur Eitan Gafny nicht allzu viel zum Thema ein, denn seine satirischen Andeutungen verpuffen oftmals im Nichts.
Elite-Soldat Doron kommt soeben aus den Flitterwochen, da soll er ein letztes Mal einen Spezialauftrag erledigen: Gemeinsam mit drei weiteren Soldaten nach Libanon aufbrechen und einen Wissenschaftler ausfindig machen. Doch im feindlichen Gebiet angekommen, stößt das Team schon bald auf infizierte Menschen mit unglaublicher Gier nach Menschenfleisch...
Immerhin benötigt das Vorgeplänkel nicht lange und rasch sitzen die vier im Flugzeug. Figurenzeichnungen sind kaum vorhanden, vielmehr werden ethnische Wurzeln analysiert, durch den Kakao gezogen und auf die Spitze getrieben, was die Grundstimmung immerhin ein wenig auflockert. In einem verlassenen Gemäuer angekommen und auf die Tochter des Gesuchten gestoßen, nimmt die Handlung jedoch vermehrt ernste Züge an.
Die Zombies sind okay gestaltet, das Make-up fällt zweckdienlich aus und die Sounduntermalung geht in Ordnung. Die Action kommt indes reichlich statisch daher, zumal einige auffallend schwache CGI den Spaß an den Gewalteinlagen trüben. Ein paar handgemachte Effekte fallen ansehnlich aus, unter anderem eine Enthauptung, einige Einschüsse, Hiebe mit einem Messer und angedeutete Fressszenen.
Jedoch kommt bei alledem kaum Spannung auf. Die kargen und austauschbaren Schauplätze schüren selten Atmosphäre, die allgegenwärtige Bedrohung führt nur vereinzelt zu intensiven Konfrontationen und auf Dauer ermüdet das Treiben zwischen Ausharren, Weglaufen, Gegenwehr und Taktieren. Ein wirklicher Sympathieträger sticht nicht hervor, ein guter Darsteller auch nicht, lediglich auf handwerklicher Ebene wird brauchbare Kost geboten.
Hält das Spiel mit kulturellen Vorurteilen anfangs noch bei Laune, verkommt der Stoff zu einer austauschbaren Ballerorgie ohne Nährwert, bei der die schlicht gehaltene Story noch das kleinere Manko ist. Kaum Spannung, langweilige Figuren und eine überschaubare Bedrohung machen "Battle of the Undead" zu einem Genrestreifen, den man getrost auslassen kann.
Knapp
4 von 10