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An sich hätte Special-Forces-Offizier Doron (Liron Levo) lieber Urlaub mit seiner Frau genommen, doch dann wird ihm eine besonderere Aufgabe übertragen: Im Norden Israels, im Grenzgebiet zum Libanon, gilt es einen besonders gefährlichen Hisbollah-Milizionär zu erwischen. Zu diesem Zweck erhält Doron drei Spezialisten beigestellt, die ihn begleiten sollen.
Schon nach kurzer Zeit stellt sich der vermeintliche Terrorist als Wissenschaftler heraus, der ein Zombie-Virus entwickelt hat: in seinem Haus trifft das Kommando nur noch seine Tochter Noelle (Yafit Shalev) an, die sie langsam auf die Spur bringt. Doch dann gilt es nur noch, sich gegen massenweise Zombies zu verteidigen, da das Virus inzwischen freigesetzt wurde. Obendrein ist einer der Spezialisten auch schon gebissen worden...

Die israelische Produktion Cannon Fodder schafft es kaum, auch nur Mittelmaß im Einheitsbrei des Subgenres Zombiefilme zu erreichen: zwar werden die drei Soldaten (ein Hardliner, ein Orthodoxer und ein Schwarzer) bei ihrer Einführung recht locker dargestellt, doch tun sich zunehmend Gräben auf, als es zur ersten Konfrontation mit den Zombies kommt und nur Kommandant Doron kühlen Kopf behält. Darüberhinaus ist die Story um den kollaborierenden Wissenschaftler, der seine Erfindung an sich selbst ausprobiert, ziemlich an den an den Haaren herbeigezogen.

Am meisten stören jedoch die zahlreichen Computertricksereien beim Abschießen der Zombies, die erstens deutlich als solche erkennbar und zweitens noch ziemlich schlecht gemacht sind. Die amateurhaft wirkende Bildführung macht sich besonders bei den wackeligen Actionszenen negativ bemerkbar, wobei die Kamera - wie so oft in Low-Budget-Filmen - viel zu nah an den Akteuren dranklebt und selten eine Gesamtaufnahme zeigt - da macht schon das Zuschauen keinen Spaß, von der fehlenden Spannung einmal ganz abgesehen.

Wirken die Dialoge ohnehin konstruiert und aufgesetzt, kommen dazu dannn noch unmotiviert blöde Sprüche des Hardliner-Soldaten, der nicht nur die Tochter des Wissenschaftlers ("Araberschlampe") beleidigt, obwohl die Frau keineswegs feindlich reagiert, sondern später auch seinen dunkelhäutigen Kameraden rassistisch angeht. Kommandeur Doron dagegen zeigt sich von der ganzen Szenerie seltsam unberührt und scheint von Anfang an zu ahnen, daß das Ganze ein Himmelfahrtskommando ist - mit stoischer Miene stapft er, im Gegensatz zu seinen Begleitern stets in zivil, durch den ganzen Film. In einer bemüht emotionalen Szene, die keineswegs zum bisherigen Verlauf des Films passt, darf dann auch Noelle ihre Geschichte erzählen und zum Team gehören *gähn*
Das durch die Bank holzschnittartige Verhalten der Darsteller bringt die ohnehin dünne Handlung keinen Millimeter weiter: das wenig überzeugende Geballer auf die wie mit roter Farbe beschmierten "Untoten", die häufig mit Fressen beschäftigt sind und wie Hunde fauchen und röcheln, als auch das bewaffnete Herumschleichen der "Helden" in deren Haus, wobei die musikalische Untermalung mit Heavy Metal-Riffs viel gefährlicher wirkt als das bildlich Dargebotene, gibt dem Streifen dann den Rest.

Fazit: den grottenschlechten Allerwelts-Zombiestreifen Battle of the Undead - Krieg der Untoten, der weder aus dem Setting (Israel/Libanon) irgendetwas macht noch mit seiner tausendfach gesehenen Story und schon gar nicht mit den miserablen CGIs überzeugt, kann man sich getrost schenken. 2 Punkte.

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