Ein außerirdisches Raumschiff taucht eines Tages über Ohio auf und kurz darauf beginnen die Aliens auch schon mit der systematischen Vernichtung der Menschheit: Die erste Angriffswelle setzt mittels elektromagnetischer Impulse sämtliche Elektronik außer Gefecht, anschließend zerstören gewaltige Tsunamis alle Küsten-Städte und die Population des Planeten wird durch einen tödlichen Virus reduziert, bevor die "Others" genannten Aliens schließlich selbst auf die Erde herabsteigen und menschliche Wirtskörper übernehmen. Die bevorstehende "5. Welle" soll dann auch die letzten kümmerlichen Reste der Menschheit endgültig auslöschen. Nachdem sie ihre Eltern verloren hat, schlägt sich die junge Cassie Sullivan auf eigene Faust durch die Gegend auf der Suche nach ihrem kleinen Bruder Sam, der kurz zuvor zusammen mit allen anderen Kindern und Jugendlichen aus einem Camp in die Wright-Patterson Air Force Basis verfrachtet wurde, wo diese unter der Aufsicht von Colonel Vosch zu Soldaten gedrillt werden und die letzte Verteidungungs-Linie gegen die außerirdischen Invasoren bilden sollen. Während Cassie nun irgendwo in der Wildnis dem gleichaltrigen Evan Walker über den Weg läuft, kommt der Kinder-Soldat Ben "Zombie" Parish dahinter, dass die Militär-Basis bereits von den "Others" infiltriert wurde... und dass er und sein Team selbst die gefürchtete "5. Welle" sind... Ein in typischer "Twilight"- und "Hunger Games"-Manier mit jugendlichen Protagonisten versetztes, apokalyptisches Weltuntergangs-Szenario, in dem "Independence Day" und die "Body Snatchers" aufeinander treffen und das dann auch noch Story-mäßig auf mehrere Filme hin ausgelegt ist... damit lässt sich doch sicher ordentlich Kasse machen, sollte man meinen. Doch, hoppla, dem war nicht so, denn wie so manch andere Young Adult-Roman-Adaption auch hat "Die 5. Welle" mal nicht so wirklich das Box-Office gerockt und damit die Aussicht auf eine angedachte Filmreihe nach dem hier vorliegenden ersten Streifen direkt begraben. Nun ja, es ist wirklich nicht so, dass die Chose zu Unrecht gefloppt wäre, denn einerseits bringt man inhaltlich nur abgegriffenes auf den Tisch (in diesem Fall eine sachte auf Sci-Fi-Bedürfnisse hin gebürstete Variation von "Die Rote Flut", die mal echt nicht mehr hermacht als der John Milius-Film von 1984) und andererseits dürfte sich Regisseur J Blakeson durch sein vorhergehndes Thriller-Kammerspiel "Spurlos - Die Entführung der Alice Creed" wohl kaum für so ein gewolltes Spektakel-Filmchen empfohlen haben und erweist sich dann - zusätzlich behindert durch die mittelmäßige Effekt-Arbeit - folglich auch schnell als der Falsche, wenn es darum geht, ein paar eindrucksvolle Bilder auf die Leinwand zu bringen und inszenatorisch absurd-unlogische Drehbuch-Details wegzuwischen. Da weiß man echt nicht, was nun schlimmer ist: Der vage bis dusselige Plan der Außerirdischen, wenn es darum geht, die Menscheit von der Erdoberfläche zu tilgen, oder die Penetranz, mit der die obligatorische Teenie-Love-Story (Marke: Für ein Nümmerchen im Wald ist immer Zeit!) mit dem Brecheisen in die Erzählung gefriemelt wurde. Chloë Grace Moretz und die anderen versammelten Kids bringen da leider darstellerisch nicht genügend Pfunde auf die Waage, um einem den ganzen Blödsinn doch noch irgendwie glaubwürdig zu verkaufen... ein arges Manko, das "Die 5. Welle" übrigens mit den meisten anderen Streifen dieser Art gemein hat, denn nicht jede YA-Verfilmung hat das Glück, eine Jennifer Lawrence im Cast zu haben. Ach ja, und dass die Geschichte nicht vernünftig auserzählt wird, sondern da am Ende noch ziemlich unbefriedigend einige lose Handlungs-Fäden in der Luft baumeln, die ganz offensichtlich mal in 'ner Fortsetzung aufgegriffen werden sollten (worauf man jetzt ja lange warten kann), verwundert einen da auch nicht mehr...
3/10