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Recht spät erscheint Jet Lis letzter HK Film, bevor er in den USA und Europa Filmchen gemacht hat, bei uns. Na ja, und soviel haben wir ehrlich gesagt aber auch nicht verpasst. Zwar ist der Showdown ein wirklich gelungenes Stück Action, aber bis dahin muss man sich durch recht schwache Actionszenen und einen ziemlichen müden Plot durcharbeiten. Zwar gibt zwischendurch mal die ein oder andere gute Actionszene, aber diese ist nie wirklich bombastisch und steckt immer zwischen mehreren schlechten Sequenzen. Wenigstens entschuldigt der Endfight das ein wenig.

Zur Story: In Hongkong wurde der Chef einer Yakuza Organisation getötet. Dieser hatte das aber bereits vermutet und veranlasst, dass im Falle, dass er ermordet werden sollte, ein Kopfgeld von 100 Mio$ auf den Kopf des Mörders ausgesetzt werden soll. Nun versuchen natürlich alle grösseren Killer an die Summe heranzukommen, so auch der Sohn des Yakuza, obwohl er als Verwandter an der Hetzjagd eigentlich nicht teilnehmen dürfte. Jet Li, der einen Kleinganoven spielt, ist daran natürlich auch interessiert. Mit Hilfe eines Betrügers schafft er es, an der Versammlung, wo die Regeln der Jagd bekanntgegeben werden, teilzunehmen. Da die beiden sich bei dieser als recht erfolgreich im Zuge der Ermittlungen erweisen, sind sie dem Yakuza Sohn natürlich ein Dorn im Auge. Noch mehr, als das Gerücht die Runde macht, das Jet Lis Kollege der Killer wär. Nun werden die beiden von Jägern zu Gejagten. Es beginnt eine halsbrecheriche Flucht, die schließlich im grossen Showdown endet.

Nun ja, die Story gibt eigentlich was her, aber da man zuviel unnötiges dazwischen gepackt hat, wird diese wieder umständlich, da der Film etwas in die Länge gezogen wird. Das ganze Drumherum mit der Tochter von Jet Lis Partner hätte man sich sparen können, ebenso die Aufträge, die Jet zwischendurch erledigen muss, um an Geld zu kommen.

Die Schauspieler bringen es auch nicht wirklich. Alle sehen sehr Klischeehaft aus, und dazu agieren sie total übertrieben. Sogar Jet Li zeugt von überheblicher Mimik und Gestik. Man wollte dem Film damit einen humorvollen Touch geben, doch humorvoll ist das ganze nicht, sondern recht behämmert.

Die Action kann, wie bereits gesagt, nicht überzeugen. Nicht nur sind die Actionszenen schlecht gelungen, sondern manschmal föllig fehl am Platz. So zum Beispiel, als Jet in einem Restaurant ein paar Gäste vermöbelt, um seine Qualitäten als Kämpfer zu beweisen. Zwar ist der Grund dafür klar, aber warum die komplette Szene überhaupt im Film ist, entzieht sich jedem Verständnis. Obwohl das ja noch nichtmal schlimm ist. Wir reden ja von einem Actionfilm, da darf ruhig alles hirnlos sein, aber dann sollte die Action wenigstens anständig sein. So wirkt die Szene bloß störend. Ganz im Gegenteil dann der Showdown. Hier werden wirklich alle Geschütze des guten Actionkinos aufgefahren. Hammer Stunts, blei und bluthaltige Ballereien und eine spektakuläre Kampfchoreographie. Hier kann Jet zeigen, was er wirklich kann. Warum gibt es diese Qualität nur am Ende des Films. Hätte man das den ganzen Film so durchgezogen, wäre das ein absolutes Highlight im Actiongenre geworden Im Prinzip ist es wie bei "A Better Tomorrow II". Man muss sich über drei viertel des Films durchackern, bis einem dann ein absoluter Action Overkill vom Feinsten präsentiert wird. Das ist bei ABT aber wenigstens noch gut gegangen, hier hingegen in die Hose.

Fazit: Lahmer Film bis zum Ende hin. Dann gibst einen fulminanten Showdown. Ist eigentlich das einzige vom Film, was sich wirklich lohnt.

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