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Review zu Point Break (2016)

Worum geht es in Point Break ?

Es gibt diverse, perfekt durchgeplante Raubzüge im Stil von Robin Hood, die dem FBI ein Dorn im Auge sind. Der junge FBI-Agent und Extremsportler Johnny Utah erkennt einen Zusammenhang und lässt sich Undercover in die Szene der Extremsportler einschleusen und lernt dabei eine Gruppe von Leuten um den geheimnisvollen Bodhi kennen.

Was halte ich davon ?

Dieser Film ist das Remake des gleichnamigen Films von Kathryn Bigelow aus dem Jahre 1991 mit Keanu Reeves und Patrick Swayze in den Hauptrollen. Der Film übernimmt jedoch nur das Grundgerüst und wichtige Details des Originals, was in meinen Augen eine sehr gute Entscheidung ist - denn das Original gehört mit zu den besten Actionfilmen der frühen 90er-Jahre und beherbergt nicht nur einen fantastischen Patrick Swayze, sondern auch Keanu Reeves in einem seiner besten Filme – eine 1:1-Kopie wäre absolut unpassend gewesen und mit dem Erstling der „The Fast and The Furious-Reihe“ hat man auch schon ein eigenständiges Remake im Untergrundrennsport geschaffen.

Mit welcher Erwartungshaltung bin ich in den Film gegangen ? Ehrlich gesagt mit einer Niedrigen, denn erste Reviews von US-amerikanischen und deutschen Quellen waren nicht so wohlwollend. Da ich aber diesen Film schon seit seiner Ankündigung und meiner Faszination für das Original auf meinen Pflichttermin-Kalender fürs Kino gesetzt habe, wollte ich mir ein eigenes Bild von Point Break machen – und das in der 3D-Fassung.

Und mein Bild von Point Break ist, dass er mir gut gefallen hat. Point Break hat seinen Fokus weniger auf die Ermittlungsarbeit gelegt, sondern mehr auf die Action, Stunts, die Landschaftsaufnahmen und damit ist er ein sehr visueller Film geworden, der am Besten im Kino zur Geltung kommt. Von der Action her ist der Film ein ultimatives Brett und serviert uns eine Reihe von Actionsequenzen mit Motocross, Snowboarding, Skydiving, Surfing und Free-Climbing, die unglaublich gut und rasant gefilmt sind und den Film am Laufen halten.

Die Pausen während der Actionsequenzen sind nur existent, um ein wenig die Ermittlungsarbeit abzuhaken, teilweise pseudophilosophische und wirtschaftskritische Kommentare einfließen und quasi ein wenig die Handlung von Actionszene zu Actionszene springen zu lassen.
Die Charaktere im Film sind stellenweise sehr oberflächlich, die Motivationen scheinen auch nicht immer glaubwürdig nachvollziehbar zu sein. Aber das Zusammenspiel von Luke Bracey (Utah) und Edgar Ramirez (Bodhi) bildet den Kern des Films und sorgt hier neben der Action dazu, den Film zusammenzuhalten.

Ob dieser Film ein wenig besser funktioniert hätte, hätte man nicht den Namen und die Charaktere aus dem Original verwendet – vermutlich schon, aber das hätte auch dem Erfolg schaden können.
Ich gehe bei meiner Bewertung davon aus, was ich von einem Actionfilm erwarte. Da kann ich Abzüge im Plot und den Charakteren einfacher tolerieren. Die Action an sich ist sehr gut, es passiert genug, um den Film nicht langweilig werden zu lassen. Für einen Actionfilm-Abend eignet sich der Film perfekt – Ich werde ihn mir auf jeden Fall auf Bluray zum Release holen, denn der „Replay Value“ ist absolut gegeben.

Point Break (2016) bekommt von mir 7/10 Punkte.

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