Auch Jahrzehnte nach Sam Raimis "Tanz der Teufel" und einem mehr oder minder erfolgreichen Remake gibt es nach wie vor viele Nachahmer für unerklärlichen Horror in der abgelegenen Waldhütte. Michael Crum produzierte seinen Streifen mit angeblich nur 8000 Dollar, was im Endeffekt zwar teurer aussieht, jedoch kaum Spannung erzeugt.
Jordan, Kathy, Tina und Stephanie haben von einer einsam gelegenen Waldhütte erfahren und wollen sich hier für drei Tage mit reichlich Alkohol niederlassen. Doch bereits nach kurzer Zeit beginnt sich eine der Freundinnen zu verändern, während eine andere unter ungeklärten Umständen verschwindet...
Zwar wird nicht viel in die Vorstellung der Figuren investiert, doch diese sind rasch etabliert und benötigen keine allumfassende Lebensgeschichte, um anschließend für die meiste Zeit herumzukreischen und in rotes Nass getaucht zu werden.
Müßig zu erwähnen, dass die Damen nicht sonderlich überzeugend performen und schon gar nicht mit tiefsinnigen Äußerungen begeistern.
Bis zu einem gewissen Zeitpunkt geht der altmodisch aufgezogene Horrorspaß noch in Ordnung. Es kommt ein Kassettenrekorder zum Einsatz, eine hässliche Puppe spielt eine Rolle und eine ominöse Veränderung des Bodens wird von einer Tussi hautnah erlebt.
Doch dann mehren sich experimentelle Einschübe, die Kontinuität gerät völlig aus dem Ruder und mit fortlaufender Dauer muten die Bilder zusehends surrealer an, zumal immer weniger Worte gewechselt und immer mehr Flüssigkeiten eingebaut werden.
Soundtechnisch klingt das zuweilen recht gekonnt, wenn Monsterknurren aus der hintersten Ecke zu vernehmen ist oder verzerrte Stimmen aus unergründlichen Winkeln Kontakt aufnehmen, doch es wird weder sonderlich spooky, noch lustig, obgleich sich der Stoff in Ansätzen auch als Komödie versteht.
Vielmehr reihen sich groteske Bilder mit diversen schrägen Nahaufnahmen aneinander, Monsterzähne allein lassen kaum erschaudern und lediglich das versiert aufgetragene Make-up zeigt halbwegs Wirkung.
In Sachen Atmosphäre ist das erste Drittel noch okay, doch die Kulisse der Waldhütte gerät angesichts experimentell anmutender Momentaufnahmen zusehends in den Hintergrund und auch der Score bringt nach einer Weile keine neuen Arrangements ins Spiel.
So fürchten sich die jungen Damen vor allem, was unbekannt, übernatürlich und unerklärlich ist, während im Verlauf ein leicht schräger Vogel hinzukommt, der zwar ein wenig mehr über das Böse zu wissen scheint, jedoch nichts davon preisgibt.
Amateurhaft wirkt das Treiben dennoch, zumal die Darsteller nicht allzu viel Präsenz mitbringen, die wenigen Effekte kaum überzeugen und aufgrund des ausbleibenden roten Fadens nur selten Suspense erzeugt wird.
81 Minuten Laufzeit mit einigen Längen, wenig Humor, noch weniger Splatter und einem insgesamt mageren Unterhaltungswert.
3,5 von 10