Review

Hier handelt es sich um ein ausgesprochenes Meisterwerk, das sowohl Freunden von samurai-mäßigem Schwertkampf als auch Liebhabern schöner, ruhiger Naturaufnahmen ans Herz gelegt werden kann. Die Stimmung ist die meiste Zeit ganz schön düster; einige Szenen sind sehr bewegend, wobei einzelne Leute möglicherweise schon von sentimental o. ä. sprechen würden, aber das ist wohl Geschmackssache. Die Hauptdarstellerin Hideaki Ito wirkt sehr niedlich und rehäugig, und das kaltblütige Killerdasein möchte man ihr manchmal nicht so ganz abnehmen, aber hier handelt es sich, denke ich mal, um eine bewußte Kontrastierung. Die von ihr dargestellte Prinzessin Yuki macht eine innere Entwicklung durch, die der Film auf sehr gelungene Weise darstellt. Auch alle anderen Figuren sind sehr glaubwürdig und ansprechend dargestellt. Das beeindruckendste an dem Film sind allerdings die traumhaften Naturkulissen wie einsame Strände und Wälder, aber auf der anderen Seite auch verkommene Gebäude, die alle optimal in Szene gesetzt sind. Überhaupt ist in diesem Film alles sehr durchdacht und kaum etwas dem Zufall überlassen. Die Schwertkämpfe sind, wie zu erwarten, wenig realistisch, aber sehr sehenswert. Teilweise hat dieser Film harte, manchmal auch für den Zuschauer richtig schmerzhafte Kampf- bzw. Gewaltszenen zu bieten, die man bei einer Freigabe ab 16 nicht ohne weiteres erwartet. Aber daß die FSK-Einstufungen oft wenig nachvollziehbar sind, ist ja nichts Neues. Diese Härte ist hier m. E. auch angemessen, da die harmlosen Fechtszenen vieler Kung-Fu-Filme wohl ein falsches, verniedlichendes Bild vom Kämpfen vermitteln. Ein kleiner Kritikpunkt wäre vielleicht, daß sich die Fäden der Handlung teilweise nicht ganz entwirren, vor allem, was die männliche Hauptfigur betrifft. Aber vielleicht habe ich da auch nicht richtig aufgepaßt...
Alles in allem ein Streifen, den jeder Kampfkunst-Liebhaber sich anschauen sollte, der aber auch allen anderen bedenkenlos empfohlen werden kann.

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