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1917, Erster Weltkrieg. Eine allierte Einheit wird bei einer nächtlichen Attacke abgesplittet und landet nach einem mysteriösen Nebel ausgerechnet in einem deutschen Schützengraben, wo deren verbleibender Rest erschossen und 1 Gefangener gemacht wird. Dieser redet auch die ganze Zeit vom Bösen und dass man sich schleunigst aus dem Staub machen soll, das Gegenteil wird der Fall, man richtet sich dort ein. Doch dann gibts die ersten Toten.

Gute Idee, nicht wirklich neu, aber die Mischung machts ?!
Zuerst erscheint nämlich der unübersichtliche Schützengraben - erinnert eher an ein Labyrinth - wie ein perfektes Setting, nach und nach werden die ewig gleichen Bilder aber eintönig, und der Film auch seltsam schwerfällig, als würde der ganze Matsch ihn festsaugen. Ausserdem ist die Grundidee spätestens nach gut 45min ausgereizt, der Rest verkommt zur arg bleiernen Anstrengung, wobei das Verhalten auf der Leinwand für einen selber quälend wird, da kein Tempo aufkommt und man sich so durch schleppt.
Als reinen Horror hat der Film auch keine Wirkung, wenige Schockeffekte. Auch sind einige der Figuren arg klischeebetont geschrieben, man weiss z.b. von Anfang an, wer's überlebt, genauso subtil sind dann auch ihre Taten. Da die reinste Person unter den Soldaten ausgerechnet die darstellerisch schwächste und nervigste ist und dann auch noch Shakespeare mit Namen heisst, und von BILLY ELLIOT dargestellt wird, verschlimmert das Ganze noch um ein Weiteres.
So helfen zumindest anfangs einige überraschende, weil unmotivierte Gewaltausbrüche und die Darstellung von Andy Serkis, wobei auch endlich mal geklärt ist, dass Gollum in Wahrheit doch nicht klein ist.
Ansonsten ist der Film noch ok, aber viel zu lang, und die schleifende Gangart hat mir die eigentlich morgige Planung von THE BUNKER erstmal gründlich ausgeredet.

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