Die Mischung aus Kriegsdrama und Horrorfilm ist noch ein ziemlich neues Genre, in dem es noch nicht allzu viele Vertreter gibt! "Dog Soldiers" dürfte da wohl, bis jetzt, noch am besten sein. Doch auch mit "Deathwatch" hat man einen kleinen, aber feinen Vertreter des Genres geschaffen!
Atmosphärisch gesehen, hat der Film so ziemlich alles, was beide Genre brauchen! Matsch, Gewehre, Kriegskleidung, Schiessereien, Bunker und Nebel für den Kriegsfilm. Unheimliche Stimmen, Dunkelheit, blutige, teils unnatürliche Morde und ebenfalls Nebel für den Horrorfilm. Alles wurde zu einem Streifen zusammengewürfelt, der wirklich überzeugen kann.
Dafür sorgen auch die guten Darstellerleistungen! Allen voran Jamie Bell, der nach "Billy Elliot" beweist, dass er noch mehr kann, als "nur" phänomenal zu Tanzen. Auch wenn es für mich, als Fan von "Billy Elliott", etwas merkwürdig wirkt, wenn der, mittlerweile, 16 jährige Tänzer Bell, plötzlich einen Armeerekruten darstellt. Trotzdem hat er mich sehr überzeugt!
Des Weiteren sind auch die Effekte allesamt recht nett geraten! Es gibt zwar nicht sonderlich viele, dafür sind diese aber recht ordentlich, blutig und überzeugend inszeniert worden.
Schade nur, dass der Film, trotz einer Laufzeit von 90 Minuten zu lang wirkt. Es gibt viel zu viele Stellen, die Platz für Längen zulassen und den Film nicht so recht von Fleck kommen lassen. Eine etwas straffere Handlung hätte hier gut getan. Zudem ist das Ende, dann doch ziemlich enttäuschend!
Fazit: Ein ordentlich inszenierter und atmosphärischer Genremix, der mit guten Darstellern und schicken Effekten glänzt und zudem nicht mit spannenden Horrorszenen geizt. Einige Längen zuviel bewirken allerdings, das nicht mehr als ein guter Film daraus wurde!
Wertung: 7/10