Beast Cops
Jaja, dies ist wieder mal ein ganz typischer HK-Film, oder eben auch nicht. Man schaut sich das Cover an und wessen Face sticht sofort hervor "Michael F.Wong" unser allerliebster COP vom Dienst. Noch ganz benebelt von diesem Schock gleiten die Augen zum Titel und lesen "BEEAAST COPS" und es fällt einem wieder ein warum man sich diesen Film besorgt hat, "Anthony Wong". Noch etwas ängstlich, aber voller Hoffnung, sucht man das Cover erneut ab und siehe da er steht links von Michael, aber was ist das, rechts von Michael ist ja noch ein bekanntes Gesicht "Sam Lee".
Da steht dieses Trio in cooler Pose, jeder hält eine Waffe in der Hand (You know Pumpgun, MP5 etc.), und das Rating IIb verspricht viel sinnvolle Gewalt und dann das. Lose verknüpft kann man BC zu Gordan Chans Copserie (Final Option, First Option und Option Zero) zählen und deshalb glaubt man auch zu wissen was einen erwartet.
DENKSTE!
War der unmittelbare Vorgänger (OZ), aufgrund seiner nur noch obergeilen Actionsequenzen, schon weit über dem Niveau so kann BC anders als bei einer Serie üblich als der beste Teil angesehen werden.
Tung (A.Wong) und Sam (S. Lee) sind zwei Bullen die es mit den Vorschriften nicht so genau nehmen, der eine pflegt seine Kontakte zu den Triaden, der andere ist damit beschäftigt die nächste Braut für die Nacht klar zu machen, und überhaupt genießen sie lieber das Leben als ihrem Job nachzugehen. Doch dann wird ihnen ein neuer Vorgesetzter, Cheung (M. Wong), zugeteilt was zu unvorhersehbaren Auseinandersetzungen in ihrem gesamten Umfeld führt. Unter anderen gerät man mit dem Möchtegern-Triadenführer Pushi-Pin aneinander. Klingt bekannt ist es auch, aber die genaue , kultige, Charakterzeichnung der einzelnen Personen (sogar M. Wong kauft man seine Rolle ab, spätestens wenn er sich ein paar Pillen wirft läuft er zur Höchstform auf, A. Wong hat es sowieso drauf, immerhin gab’s für ihn den HK-Oscar und Sam Lee war noch so unverbraucht der konnte nicht scheiße spielen) und die Big Budget unterstützte Umsetzung sorgen für ein rundum zufrieden stellendes und vor allem mal anspruchsvolleres Filmvergnügen. Auch der Soundtrack, von der Band T2, hat es verdient erwähnt zu werden. Besonders in der Schlusssequenz treibt er die Akteure regelrecht an, sich gegenseitig, niederzumetzeln.
Vielleicht auch ein Grund (hoffentlich nicht der einzige), für die 80iger Jahre Fundamentalisten, sich BC zu besorgen denn spätestens beim Showdown wird ein wahres Schlachtfest veranstaltet (Tung und Pushi-Pin schlagen, stechen, treten, schießen und hacken mit allen erdenklichen Gegenständen auf sich ein was das Zeug hält), wie es schon lange nicht mehr zu sehen war. Es ist bestimmt ein unangenehmes Gefühl, wenn eine Machete in der eigenen Schulter steckt, oder?!
Also wer schon immer mal sehen wollte wofür man in HONGKONG einen Oscar bekommt und auf Anthony Wong steht der muss sich dieses filmische Highlight anschauen!