Teil 2 einer frisch im Mai 2015 auf dem Hallmark Channel, unter der Dachmarke Hallmark Movies and Mysteries gestarteten Serie als Verfilmung der Romane von Joanne Fluke, in dessen Büchern eine junge Bäckerin in ihrer üblicherweise friedlichen Kleinstadt die weniger friedlichen Verbrechen, namentlich die Morde am Aufklären ist. Sehr zum Ärgern von sowohl ihrer Familie, als auch ihrem eventuellen Freund, und dem ebenso ermittelnden Detective, der ebenso an der Bäckerin interessiert ist.
Aus diesem Konstrukt, dass man beliebig weiterentwickeln und varrieren kann, hat die Autorin Fluke ab 2001 mehr als 20 Bücher geschrieben, so genannte cozy mysteries, die im Stil der langlebigen Murder She Wrote Serie funktionieren und entsprechend leichte Lektüre, gleichsam etwas milde kribbelnd in Sachen Thrill als auch in Sachen Romantik – die Dreiecksbeziehung – und so perfekte Ablenkung vom Alltag, die seichte Kost also sind. Die entsprechende Serie dient sich diesem Ziel und auch dem Stammpublikum der Belletristik und der Stammkundschaft, bevorzugt Frauen zwischen 25-55 als ausgemachte Allgemeinheit an; was in den bisherigen zwei Filmen hervorragend gelingt und so kommend in Murder, She Baked: A Peach Cobbler Murder fortgesetzt und sicherlich nicht zum letzten mal besichtigt wird (Insgesamt kam man auf 5 Episoden, bis einschließlich Murder, She Baked: Just Desserts Ende April 2017):
18.12., nur noch wenige Tage bis Weihnachten. Die von der jungen Hannah Swensen [Alison Sweeney ] betriebene "Cookie Jar" Bäckerei hat alle Hände voll zu tun, ihre Kundschaft nach dem Umzug auf die Main Street zu versorgen; auch Hannah selber steckt mitten im Stress, der durch gleich zwei Verehrer, den Zahnarzt Norman Rhodes [ Gabriel Hogan ] und den Police Detective Mike Kingston [ Cameron Mathison ], und ihrer ihr gut zuredenden Famile, der Mutter Delores [ Barbara Niven ] und der jüngeren Schwester Andrea [ Lisa Durupt ] noch gesteigert wird. Als Hannah und Norman eines Abends nach einem Restaurantbesuch noch zur Abholung eines Schecks beim "Crazy Elf" Betrieb, einem Weihnachtsbaumverkaufsstand vorbei schauen, entdecken sie dort den erschossenen Larry Jaeger [ Kirby Morrow ], neben seiner Frau Courtney Miller [ Farah Fath ] der Besitzer des gerade in diesen Tagen florierenden Geschäftes ist. Hannah, vom letzten Abenteuer und den dort gemachten Gefahren mit dem Krümelmonster zwar noch etwas traumatisiert, aber auch erfahren und neugierig genug, forscht auf eigene Verantwortung im Umfeld des Ermordeten nach, dessen Exfrau Nancy Schmidt a.k.a. 'Dr. Love' [ Ona Grauer ], eine Radiomoderatorin, auch frisch in der Stadt ist.
Trotz Wechsel in der Regie vom die Murder, She Baked: A Chocolate Chip Cookie Mystery inszenierenden Mark Jean zum jetzigen (und auch bis zum Ende bleibenden) Kristoffer Tabori sind die Gegebenheiten und Erzählweisen natürlich gleich; was mit ein Markenzeichen der Bücher und der Vorteil der Routine ist, in dem man auch das bekommt, wofür man bezahlt. Überraschungen brauch es keine, auch keine mörderische Spannung, die diesem allseits familienfreundlichen Film, Marke volksnah und handzahm demnach auch nicht umgibt. Ja, es wird ermittelt, und es gibt auch einen Toten, oder zwei, aber in richtige Gefahr gerät Niemand und die Sonne scheint auch noch am Ende des Weges vor Glück.
Sowieso ist das Städtchen Eden Lake, Minneapolis, diesmal wieder die reine Freude und die Ausflugstour als Erholung von der Großstadt mit ihrem Lärm und dem Geschrei und der stressigen Arbeit wert. Getreu der Jahreszeit – Erstausstrahlung war Ende November, als vorgezogenes Weihnachtspräsent – ist der Ort diesmal von Schnee umgeben, und zwar richtigen Schnee, klinisch weiß und einladend und zudem vollständig davon bedeckt. Ein wenig Frösteln tut es zwar, aber die Postkartenansichten, die der Produzent Hallmark dann sicherlich auch als Grußkarten anbietet, machen die niederen Temperaturen sofort wieder wett. Eine herrlichen Gegend, das selige Vergnügen, die Heimat, die einen zum Lächeln und zum Strahlen schon von innen heraus bringt.
Ansonsten hat sich nichts verändert, gerade auch im Leben der Hannah nicht, die nun zwar zwei Männer vor der Tür stehen hat, aber sich nicht entscheiden kann und trotz mehreren Dates mit dem Einen noch nicht einmal zum Küssen gekommen ist. Mit dem Zweiten, dem nicht so Vorhersehbaren, aber auch nicht so Wertbeständigen hat sie immerhin schon mal Händchen gehalten, bzw. die Hand von ihm berührt, was doch mehr als alle Worte sagt, von denen es hier auch wieder reichlich gibt. Denn die Handlung vollzieht sich weniger über Aktionen, als vielmehr Gesprächen, in denen Motive auftauchen und Alibis abgeklärt werden, oder doch Nichtigkeiten verteilt, oder doch um des reinen Dialoges wegen, zum Füllen der Laufzeit miteinander gesprochen wird. Ein Klatsch und Tratsch, wie der Flurfunk ununterbrochen und ohne Punkt und Komma und oftmals auch ohne Bedeutung abseits des bösen Gerüchts.