Garrett Hedlund spielt den erfolgreichen Filmemacher Thomas, der sich eine Auszeit nimmt und durch die Mojave-Wüste reist. Da sein Wagen bei einem Unfall zerstört wird, muss er ein Lager aufschlagen, in dem bald ein merkwürdiger Fremder, gespielt von Oscar Isaac, auftaucht, der sein Gegenüber in ein längeres Gespräch verwickelt. Da sich Thomas von seinem ungewünschten Gast zunehmend bedroht fühlt, schlägt er ihn schließlich nieder und sucht mit einer Waffe das Weite. Noch ahnt er nicht, dass er sich mit einem gefährlichen Psychopathen angelegt hat, der nun auf Rache pocht.
William Monahan hat die Drehbücher zu „Königreich der Himmel“, „Departed“ und „Der Mann, der niemals lebte“ geschrieben und sich beim verglichen mit diesen Filmen weniger bekannten „London Boulevard“ auch schon als Regisseur versucht. Man könnte den 57jährigen also einen erfahrenen Filmemacher nennen. In „Mojave“ taucht Monahan nun in die Abgründe Hollywoods ein, zeigt überhebliche und egozentrische Regisseure, Produzenten und Schauspieler. Ein herrlich schräger Mark Wahlberg verkörpert einen von ihnen. Außerdem gibt es in „Mojave“, der eigentlich mehr Thriller als Satire ist, einige wirklich überzeugende Sequenzen, wie etwa die Verfolgungsjagd in der Wüste oder das Aufeinandertreffen der beiden Antagonisten in einem Restaurant. In diesen Szenen liegt Spannung in der Luft, was nicht zuletzt den guten Darstellerleistungen geschuldet ist, insbesondere der des unberechenbar auftretenden und mit düsterem Charisma überzeugenden Oscar Isaac.
Es gibt aber nicht nur Licht in „Mojave“, sondern auch Schatten. Monahans Erzählweise ist mitunter behäbig und zäh. Es gibt wortkarge Szenen, in denen wenig bis gar nicht gesprochen wird und überhaupt sehr wenig passiert. Dann gibt es diese ewiglangen Dialoge, in denen über alles Mögliche philosophiert wird, ohne dass diese Gespräche die Handlung wirklich vorantreiben würden. Die distanzierte Erzählweise und der Umstand, dass eine echte Identifikationsfigur fehlt, tragen ihren Teil dazu bei, dass die Spannung nach den guten Szenen meistens schnell wieder verloren geht, dass der Film letztendlich allzu kalt und spröde wirkt, um dauerhaft zu fesseln. Positiv gewendet ist der Film somit sehr unkonventionell und auch wenig vorhersehbar, aber auch nur stellenweise unterhaltsam.
Fazit:
„Mojave“ ist distanziert und spröde, tritt mitunter auf der Stelle. Die Seitenhiebe auf Hollywood, die guten Darsteller und einige gelungene Einzelszenen heben den Streifen immerhin ins Mittelmaß.
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