Review

Ich bin ja stets bemüht, einen Film auch dann zu Ende zu schauen, selbst wenn er mir nicht zusagen sollte. In diesem Fall ist es mir sehr schwer gefallen. Erzählt werden zwei Geschichten, die am Ende zusammenfinden. Die erste ist eine klassische Cop-Geschichte um eine Mordermittlung und einen heruntergekommenen Polizisten. Kean Reeves spielt zwar etwas steif, aber überzeugend. Nur spannend ist das Ganze so überhaupt nicht. Man kommt sich vor wie in einer schwächeren Folge einer beliebigen Fernsehserie. Die zweite Geschichte berichtet von einer traumatisierten Frau mit mystischen Erscheinungen. Dieser Part ist im Großstadtghetto angesiedelt und ist erbärmlich schlecht gemacht. Grottige Dialoge, schlechte Synchronisation, schwach gefilmt, lauter unsympathische Figuren und noch schlechtere Schauspieler; sowie eine Hauptdarstellerin, die sich zwar tapfer schlägt, aber deren Dauergeheule irgendwann doch auf den Geist geht. Die mystischen Entgleisungen wirken völlig deplaziert. Ertränkt wird die komplette Szenerie in einer nervigen und völlig überzogenen Trauermusik, die dam Ganzen den Anschein einer hochwertigen Produktion geben soll. Das Ende lässt alles in einem neuen Licht erscheinen und ist gar nicht mal so unklug und auch recht anspruchsvoll. Aber der Weg dahin ist so quälend langweilig, dass man sehr sehr versucht ist, die Aus-Taste zu betätigen.

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