Mit Witchcraft III : The Kiss of Death setzt Regisseur R.L. Tillman die Geschichte um William Spanner aka. Adams aka. Stocton fort – allerdings mit weniger Biss als in den Vorgängern.
Nachdem William in Witchcraft geboren wurde und in Witchcraft II: The Temptress noch als Sohn Satans eine zentrale Rolle im Hexenkult spielte, scheint er dem Okkulten nun endgültig den Rücken gekehrt zu haben. Statt düsterer Rituale arbeitet er plötzlich als Anwalt – ein Ansatz, der zwar interessant klingt, aber im Film kaum spannend umgesetzt wird. Während William den jungen Ruben in einem Mordfall verteidigt, geraten er und seine Freundin Charlotte ins Visier von Louis, einem Seelensauger, der für die wenigen halbwegs „übernatürlichen “ Momente sorgen soll.
Das Problem: Horror bleibt hier vollständig auf der Strecke. Die Handlung plätschert vor sich hin und wirkt stellenweise eher wie eine billige Telenovela als ein Beitrag zum Genre. Die Inszenierung ist erstaunlich spannungsarm, echte Effekte sind kaum vorhanden, und selbst die vereinzelten erotischen Szenen können nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Film insgesamt sehr zahm geraten ist.
Auch die jazzlastige musikalische Untermalung fühlt sich oft fehl am Platz an und trägt wenig zur Atmosphäre bei. Statt düsterem Horror entsteht eher ein seltsam entrücktes, beinahe lethargisches Gesamtbild. Es wirkt schon fast wie der Versuch der ganzen Chose einen Hauch Film Noir einzuhauchen.
Interessant ist höchstens der Ansatz, William als eine Art „Anwalt für das Übersinnliche“ zu etablieren – was wie der Versuch wirkt, aus der Figur ein langlebiges Franchise zu formen. Leider bleibt diese Idee unausgereift und wird hier kaum überzeugend genutzt.
Ein schwacher dritter Teil, der weder als Horrorfilm noch als Mystery-Drama richtig funktioniert. Kaum Spannung, kaum Effekte und eine träge Inszenierung machen Witchcraft III zu einem weiteren enttäuschenden Serienbeitrag.