Alive
Also ich persönlich tue mich ja sowieso immer etwas schwer mit japanischen (oder besser: asiatischen) Filmen. Das liegt gar nicht so sehr an den Stories, die z.T. sehr gute Einfälle vorweisen können, und auch sehr gut gemacht sind; als vielmehr an den asiatischen Schauspielern, und der meist schlechten, deutschen Synchronisierung.
-Irgendwie kann ich mit einem "Mr. Anderson" mehr anfangen, als mit einem "Kansaij Hatumifure" (o.ä.). Man merkt asiatischen Filmen irgendwie immer deren Herkunft an; durch die Körpersprache der Schauspieler, deren Art sich zu bewegen, und das ganze Umfeld eben.
Ich meine das jetzt weißgott nicht irgendwie negativ, nur ist das (für mich) eben sehr stark "gewöhnungsbedürftig"...
Zur Geschichte:
Ein zum Tode verurteilter Schwerverbrecher überlebt seine Hinrichtung auf dem elektrischen Stuhl. Da er aber quasi eigentlich als Tot gilt, macht ihm der Gefängnisdirektor ein aussergewöhnliches Angebot:
Entweder die Hinrichtung wird mit noch mehr Strom wiederholt und er stirbt wirklich, oder
er nimmt Teil an einem geheimen Experiment und bleibt (vorläufig) am Leben.
Er entschließt sich am Leben zu bleiben, und an dem Experiment teilzunehmen.
-Leider hat er damit die falsche Wahl getroffen, wie sich später herausstellt.
Er wird in einen Raum gesperrt, zusammen mit einem anderen "Überlebenden" der Hinrichtung. Beide können den Raum nicht verlassen, ihnen werden aber (fast) alle materiellen Wünsche erfüllt. Das Experiment beginnt...
Also ich weiß nicht was ich über diesen Film schreiben soll (geschweige denn, was ich davon halten soll).
Ich persönlich mag den nicht besonders, weil außer der netten Idee (mit dem Überleben bei der Hinrichtung, und das anschließende Experiment), ist der steeeeerbens langweilig.
In etwa vergleichbar mit: "Stephen King's Golden Years", der ähnlich langweilig, "trantütig" abläuft.
Ich weiß nicht, ob's an der (später) absolut unglaubwürdigen Story liegt, oder einfach weil da nix (wirkliches) passiert; zumindest nichts, was auch nur annährend einleuchtend, oder gar spannend wäre.
-Ist in etwa so wie bei "Final Fantasy":
Der Film ist technisch perfekt (geradezu grandios), aber die Story is irgendwie "chinesisch" (ähm; "Banane").
Also für Fans asiatischer SciFi, oder "Grusel"-Filme (und NUR für solche) mag dieser Film sicherlich eine Bereicherung darstellen, aber für JEDEN anderen taugt der Film überhaupt nichts.
Jeder, der beispielsweise auch nur mal von: "Matrix" (o.ä.) "gehört" hat, wird von diesem Film wenig begeistert sein, da hier so absolut nichts nach einem "normalen" (glaubhaften) Schema abläuft.
Gut;
ein "geheimes, militärisches Experiment", das klingt erstmal sehr vielversprechend (dachte ich zumindest), entpuppt sich aber als, an den Haaren herbeigezogener, Unfug; der "quirliger", durcheinandererer und chaotischerer gar nicht hätte sein können.
-Hat jemand den letzten Satz von der Logik her, verstanden ?
Nein ?!
Genauso ging es mir bei diesem Film nämlich auch; abgesehen davon, daß mir nach etwa der Hälfte schon die Augen zu fielen (und es war gerade erst kurz vor 21:00 Uhr, also noch recht früh am Abend...).
Vergleichen würde ich das Teil mal am besten mit:
"Die Klasse von 1999", "Battle Royale", oder vielleicht besser: "Hypercube" (Cube II). Wobei der Film nicht annährend an die eben genannten Streifen herankommt (und das will schon was heißen, da alle nicht unbedingt so übermäßige "spitzen Filme" sind).
Fazit:
Glatter Fehlkauf dieser DVD (kommt bei mir sonst recht selten vor).
Also wer den Film im Laden sieht:
SOFORT LIEGEN LASSEN !
Lieber das Geld sparen, und für "Die Klasse von 1999" hinlegen, der ja nun auch nich so dolle ist...