Story:
Tenshu hat ein Dutzend Männer auf dem Gewissen. Nun sitzt er auf dem elektrischen Stuhl. Arme und Beine festgeschnallt, die Augen verbunden, erfasst der Starkstrom seinen Körper. Doch wie durch ein Wunder überlebt der vielfache Mörder. Als Tenshu aus dem Schock erwacht, macht ihm der Gefängnisdirektor ein undurchsichtiges Angebot: da die Hinrichtung rein faktisch vollzogen wurde, lässt man dem Mörder die Wahl zwischen Leben und Tod. Doch Tenshus Entscheidung erweist sich schon bald als zweifelhaft. Eingesperrt in einem hermetisch abgeriegelten Raum muss sich der junge Mann fortan mit dem ruchlosen Schlächter Gondoh herumärgern, der ebenfalls dem Tod von der Schippe sprang. Die Tage vergehen – die Stimmung des Duos ist zum Zerreißen gespannt. Zwar werden den Beiden alle materellen Wünsche erfüllt, aber was lockt schon süßer als die Freiheit? Unmerklich hat ein grausames Spiel begonnen, doch keiner der Killer kennt die Regeln – und nur einer von ihnen wird sich letztendlich für ein geheimes paranormales Militärexperiment qualifizieren können...
Kritik:
Ryuhei Kitamura liefert bei diesem Werk eine Comicverfilmung ab. "Alive - Der Tod ist die bessere Alternative" laut es und klang zunächst sehr interessant. Vor allem war ich auch gespannt auf den Film, da mir schon "Aragami" und "Azumi" vom selben Regisseur gefallen haben, "Heat after dark" fand ich hingegen nur unteren Durchschnitt. Leider stellte sich dasselbe auch bei Alive heraus. Dabei beginnt ALIVE ausgesprochen gut, da von Anfang an eine sehr dichte Atmosphäre herrscht und auch das Szenario gut inszeniert wirkt. Der Zuschauer wird eine sehr lange Zeit im Unklaren gelassen, welche Absicht die Wissenschaftler mit den Experiment haben und warum sie die Häftlinge so behandeln. Nach gut einer Stunde Filmlaufzeit wird dann nach und nach etwas Licht ins Dunkel gebracht. Doch diese Erklärung, die langatmigen und teils nichts sagenden Dialoge sowie das Filmende sind leider absolut enttäuschend und wirken auch unlogisch, abgedroschen und albern. Klar so ein Science-Fiction-Thriller muss nicht unbedingt eine realistsische Story haben, doch sollte sie aber - wenn auch mit etwas Fantasie - plausibel klingen und nicht so an den Haaren herbei gezogen oder so albern.
Traurig, dass die Handlung nach dem tollen Anfang ab ca. der Mitte bis zum Ende dermaßen abflacht und man teils echt hofft, dass mal was gutes Aufregendes passiert oder die Laufzeit schneller vorbei geht. Ich habe den Film mit zwei Freunden gesehen und wir haben dann nach gut 70 min. den Film nur noch aus trashiger Sicht betrachtet und so etwas Spaß dran gehabt. Der Film selber nimmt sich nämlich ziemlich ernst, obwohl manche Dialoge dann oder Kampfergebnisse nicht wirklich logisch sondern halt witzig erscheinen.
Schade, Kitamura kann das wirklich besser (Aragami, Azumi, Versus). Nun gut, ich kenne den Originalcomic nicht und weiß nicht ob er sich wirklich so strikt an die Vorlage halten musste oder wollte, doch so als Film wirkt er mit seinen 110 min. deutlich zu lang, ideenlos. Dabei sind die meisten Effekte und auch die Kampfeinlagen wirklich nett anzusehen. Also etwas fürs Auge hat der Film schon zu bieten, doch was anfangs nach einem Aufmerksamkeit erfordernden Thriller scheint, entpuppt sich als flacher Sci-Fi-Trash.
Fazit: Nur für eingefleischte Kitamura-Fans.
3/10