Review

Hier ist er also, der neue Film von Kitamura, der sich mit "Versus" einen grossen Namen gemacht hat.

Zur Story: Die Hauptfigur mit dem Namen Tenshu wurde zu Tode verurteilt und landet auf dem elektrischen Stuhl. Und obwohl mehrere tausend Volt durch seinen Körper rasen, überlebt er - doch keiner der Anwesenden scheint erstaunt darüber zu sein. Vielmehr wird er sofort vor eine Entscheidung gestellt: Entweder er entscheidet sich für das Leben oder für den Tod, indem sie den Strom nochmal durchjagen. Sein Entschluss liegt nahe, er entscheidet sich für das Leben. Doch anstatt als freier Mann den Raum zu verlassen, wird er betäubt, und erwacht in einem hermetisch abgeriegelten Raum. Dort macht er Bekanntschaft mit einem anderen zu Tode verurteilten Mörder, der ebenfalls den elektrischen Stuhl überlebt und sich auch für das Leben entschieden hat. Nachdem Tenshu seine Umgebung erkundschaftet hat, ertönt eine Stimme durch einen Lautsprecher, die den beiden Verurteilten mitteilt, dass sie offiziell tot sind und Teil eines Experimentes geworden sind, welches nur ihre Anwesenheit erfordert. Tenshu und sein Mitbewohner dürfen sich wünschen, was sie wollen, solange es auch im Sinne der Wissenschaftler steht, die sich natürlich nicht in demselben Raum sehen lassen, sondern nur über ihre Monitore agieren und sehen, was sich in dem Raum abspielt. Die Zeit für die beiden Verurteilten rinnt, und niemand weiss, was noch passieren wird...

Soviel zur Story. Wie schon in Versus, kann der Zuschauer dem Verlauf am Anfang sehr schwer folgen und erst gegen Ende kommt Licht in die Angelegenheit. Aber das stört eigentlich wenig, was aber wirklich stört, sind die in Länge gezogenen Szenen, was den Film an manchen Stellen ziemlich langweilig macht. Richtig langweilig, wäre da nicht die sehr düstere und stimmungsvolle Atmosphäre, die in dem Raum zu schweben scheint. Spannung ist auch genug vorhanden, um den Zuschauer bei der Stange zu halten.

Wer aber Action und blutrünstige Orgien im Sinne von Versus erwartet, so wie ich, der wird ein wenig enttäuscht sein. Es gibt natürlich ein paar blutige Szenen, welche aber nicht zur Belustigung enthalten sind, sondern zum weitern Verlauf der Story beitragen. Im Vordergrund steht bei Alive nämlich, ähnlich wie bei Cube, das Wieso und Warum. Die Kameraarbeit ist dabei mal wieder genauso gut gelungen wie bei Versus, wenn nicht sogar besser.

Alive ist ein Psychothriller und kein Action -Horror. Wer mit dieser Einstellung in den Film geht, wird mit Sicherheit nicht enttäuscht sein. Da ich mir aber was ganz anderes von diesem Film erwartet habe, war ich am Ende enttäuscht.

Nichtsdestotrotz ein sehr guter Film mit guten Schauspielern und einer wahnsinnig düsteren Atmosphäre.

8 von 10

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