Review

Die Idee vom Manga-Assistenzzeichner, der unverhofft zum Helden einer Zombieapokalypse wird, hätte durchaus das Zeug zu einem japanischen SHAUN OF THE DEAD gehabt.

Aber der Film bewegt sich handlungstechnisch zu sehr in bekannten WALKING DEAD-Gefilden, führt unser Heldenpaar zunächst „on the road“ und schließlich für den letzten Akt mit einer Gang Überlebender in einer Outlet-Mall zusammen, das ist alles wenig originell und der Film ist insgesamt mit 126 Minuten eine gute halbe Stunde zu lang geraten.

Wo er jedoch absolut punkten kann, sind Action, Makeup und Effekte: Eine eindrucksvolle Plansequenz auf den Straßen Tokyos setzt die Handlung (endlich) in Gang, die Zombies bewegen sich unberechenbar und rasen auch mit abgeschossenen Beinen noch in Rekordzeit auf ihre Opfer zu, die aufgeschwollenen, schwarzadrigen Gesichter sehen teilweise zum Fürchten aus und wenn Hideo (sprich: „Hero“) im finalen Fight dann seine Schrotflinte mit nahezu endlosen Munitionsvorräten auspackt, fühlt man sich an den Rasenmähershowdown in einem gewissen Peter Jackson-Film erinnert.

Was am Anfang und Ende an Over-the-top-Zombieaction geboten wird, hätte gerne mehr auf die Gesamtlauflänge verteilt werden dürfen, vielleicht wäre dann ein neuer knackiger Klassiker wie TRAIN OF BUSAN daraus geworden.

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