kurz angerissen*
Ein paar ungewöhnliche Kameraperspektiven sollen diesem urbanen Noir-Thriller das gewisse Etwas verleihen. Ähnliches könnte man auch von der namhaften Besetzung (Hopkins, Pacino, Duhamel, Åkerman, Stiles, Lee) behaupten, nämlich sie lenke im Grunde ab von dem ungelenken, holprigen Storytelling um Verbrechen, Korruption, Affäre und Mord. Skrupellosigkeit dient als Antrieb für praktisch jede Aktion und formt all die Femme Fatales, undurchsichtigen Geschäftsmänner und geheimnisvollen Fremden. Zweck ist es offensichtlich, eine breite Streuung von Kandidaten für die Auflösung zu präsentieren, mit denen das allzu offensichtliche Rätselspiel den Zuschauer zur Whodunit-Grübelei bewegen will.
Das Ergebnis sind billige Kicks im fahlen Mondschein, der sich in den Fenstern der Großstadtapartments spiegelt – visuell nicht uninteressant, aber äußerst kurzlebig. Altbekannte Gesichter wie jene von Hopkins und Pacino begegnen uns als Masken, die Suspense versprechen und ihn nur bedingt halten. Als dtv-Ware ist das gerade noch gut aufgehoben, im Kino jedoch hätte es nichts zu suchen gehabt.
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