Review
von Leimbacher-Mario
Break In & Find Out
„Intruders“, „Shut In“, „Deadly Home“ - manche Filme machen es einem nicht leicht sie zu finden, sie tarnen sich unnütz mit etlichen, generischen (sogar spoilernden!) Titeln, die zum Teil auch noch doppelt und dreifach von weiteren Filmen belegt sind. Jetzt habe ich diesen oft empfohlenen Home Invasion-Thriller aber gefunden, gesehen - und für gut befunden! Er handelt von einer Schwester, die ihren krebskranken Bruder im familiären Haus bis an die Türschwelle des Todes begleitet und selbst unter Agoraphobie leidet, also der Angst das Haus zu verlassen. Diese Angst vermasselt ihr auch den ersten Fluchtversuch, als während der Beerdigung ihres Bruders ein paar Männer in ihr Haus eindringen und die große Kohle suchen. Doch das sind erst die ersten fünfzehn Minuten, das ist erst die Ausgangslage für ein zackiges Katz- und Mausspiel, das einen ganz schön auf Trab hält...
Ausgerüstet mit zwei einstigen Kinderstars (Culkin und Starr) ziemlich gegen ihren Strich gebürstet, mit mehr Wendungen und Kurven als eine Serpentinenstraße an der Côte d’Azur, mit einer kraftvollen Protagonistin und fiesen Spitzen - „Intruders“ hält eine Menge im Köcher bereit für den geneigten Zuschauer, der denkt, er hätte schon alles in dieser Richtung gesehen und könnte einen solchen Plot ziemlich gut voraussagen. „Intruders“ verhält sich erstens anders und zweitens als man denkt. Er bietet keine Sekunde Leerlauf und ist ein knallharter Thriller zwischen „The Neighbor“, „The Collector“ und „Hush“. Wenig ist hier wie es scheint, noch weniger wie man meint. Vor allem Starr („Freaks & Geeks“) ist kaum wieder zu erkennen und eine echte Bedrohung. Das Haus beherbergt einige Fallen und doppelte Böden, die Figuren sind allesamt nicht uninteressant und es gilt etlichen Geheimnissen und Beweggründen auf die Spur zu kommen. Dem allerletzten Teil geht dann deutlich die Luft aus und man bleibt nicht 100% befriedigt zurück - aber insgesamt hat man eine gute Zeit, die erstaunt und verfliegt.
Fazit: wendungsreicher und kurzweiliger Home Invasion-Curveball - „Intruders“ überrascht, unterhält und lohnt sich! Dieses Haus beißt zurück!