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Bitte weiter gehen, hier gibt es nichts zu sehen! Also zumindest nichts Neues: Die zum Teil per Computernachbearbeitung bis ins Groteske verzerrten Darsteller sehen noch immer so hässlich aus, wie wir sie seit Teil 1 in Erinnerung haben, und das Burton-Wunderland ist deprimierend und schwermütig wie eh und je. Zeitreisen kommen diesmal ins Spiel, doch die sind storytechnisch bekanntermaßen tricky und HINTER DEN SPIEGELN kann sich nicht gerade rühmen, inhaltlich logisch zu sein. Tim Burton hatte wohl auch keinen Bock mehr auf diese Fantasy-Welt, also überließ er den Regiestuhl einem viel unerfahreneren Kollegen, der ihn stilistisch bloß nachäfft. Johnny Depp, der anscheinend genauso wenig Lust auf das Projekt hatte, ist hingegen an Bord geblieben und schlafwandelt durch seine Szenen: Das ist kein verrückter Hutmacher mehr sondern bloß ein Willy Wonka Verschnitt auf Valium.